Johanniter-LogistikGruppe : Wichtige Helfer für die Feuerwehr

Wenn es brennt, sorgen sie dafür, dass die Einsatzkräfte in den Pausen gut versorgt sind: die Mitglieder der Johanniter-Logistikgruppe.
Wenn es brennt, sorgen sie dafür, dass die Einsatzkräfte in den Pausen gut versorgt sind: die Mitglieder der Johanniter-Logistikgruppe.

Bei den Großbränden in St. Jürgen und in Oeversee war auch die Logistik-Gruppe der Johanniter-Unfallhilfe im Einsatz.

shz.de von
21. August 2018, 07:11 Uhr

Wenn man in die Fahrzeughalle der Johanniter-Unfallhilfe in Busdorf kommt, kann man erahnen, welche Massen an Vorräten und Utensilien zum Einsatz kommen können bei Veranstaltungen oder wie zuletzt bei den Großbränden in Schleswig und Oeversee.

Als der „Historische Krug“ direkt an der Landstraße in Oeversee in Flammen stand, war auch die Logistikgruppe der Johanniter vor Ort und versorgte alleine 175 Feuerwehrleute mit Lebensmittel, Getränken, Hygieneartikeln und Gelegenheiten für einen Erholungspause zwischendurch. Beim Brand beim Recycling-Unternehmen Remondis in St.-Jürgen wurden gar 290 Einsatzkräfte versorgt.

„Das ist eine ganz tolle Sache und für Einsatzkräfte zwingend erforderlich“, sagt Michael Jöns, Hauptfeuerwehrmann aus Lürschau. Der 48-Jährige gehörte zu den Männern, die in der Nacht bei der Brandwache in Schleswig nach den eigentlichen Löscharbeiten einen gut organisierten Katastrophenschutz vorfanden. „Das ist eine Rundum-Versorgung. Und alle sind fürsorglich und freundlich, zu jeder Zeit“, so Jöns. Wo die erforderliche Infrastruktur fehlt, bauen die Johanniter Zelte und bei Bedarf auch Feldbetten auf und verlegen Stromkabel. „Das Wichtigste ist aber zunächst immer der Kaffee“, sagt Susanne Doge (51), die Leiterin der Logistikgruppe. Im Lastwagen ihrer Mannschaft befinden sich Lebensmittel, Getränke, Hygieneartikel sowie Kaffeekannen und Geschirr für 200 Leute.

„Innerhalb von 30 Minuten rücken die Helfer mit gepackten Fahrzeugen an“, erklärt Norbert Buhr, Dienststellenleiter der Johanniter in Schleswig. Der 59-Jährige und seine Lebensgefährtin verfügen noch über einen weiteren Lkw sowie eine Feldküche als Anhänger, in der Nudeln und Kartoffeln gekocht oder Schnitzel gebraten werden können.

„Das ist zwar keine Gourmetküche, aber die Personen, die vom Katastrophenschutz für die Feldküche ausgebildet werden, können die Masse versorgen“, erklärt Buhr, selbst Rettungsassistent und seit über 40 Jahren ehrenamtlich bei den Johannitern tätig. Während er zudem Fachgruppenleiter bei der Motorradstaffel ist, freut sich Susanne Doge über ihr wachsendes Team von Helfern im Alter von 17 bis 72 Jahren. Der Einsatz beim Remondis-Brand war der bisher größte für die 23-köpfige Logistikgruppe. Doge sorgte dabei für reibungslose Abläufe im Schichtsystem. „Bis wir von der Leitstelle gerufen werden und vor Ort sind, sind die Feuerwehrleute meistens schon mindestens eine Stunde in Gange“, erzählt Doge, die ganz individuell auf die Bedürfnisse der Helfer reagiert – manchmal auch einfach nur mit einem Stück Traubenzucker und wohlwollenden Worten.

Nach den Einsätzen ist vor den Einsätzen und Abläufe werden von den Ehrenamtlern immer besprochen. „Unser größter Lohn ist es immer, wenn die Einsatzkräfte wieder gestärkt weitermachen können“, meint Doge abschließend.

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