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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 16:40 Uhr

Schleswig : Werkstätten zeigen ihr Können

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Tag der offenen Tür lockte am Sonnabend wieder mehrere tausend Besucher in die Betriebsstätte am Mühlenredder.

Die Schleswiger Werkstätten haben sich aufgrund ihrer Kreativität und breiten Produktpalette schon lange auch außerhalb der Stadt einen Namen gemacht. Davon konnte man sich am Sonnabend am Tag der Offenen Tür wieder ein Bild machen. Das Interesse war immens. Mehrere tausend Besucher kamen zur Hauptstelle der Werkstätten am Mühlenredder – viele davon auch aus Nachbarstädten und -kreisen.

Strategisch günstig liegt offenbar dieser immer wiederkehrende Termin am letzten Wochenende, bevor die Weihnachtsmärkte öffnen. Denn der Tag der offenen Tür ist für viele Besucher noch einmal eine Gelegenheit, sich selbst eine Freude zu machen – und nicht nur an Weihnachtsgeschenke für die Lieben zu denken. Das taten auch Sonja und Astrid Karberg aus Lindauhof, die am Stand mit gestrickten Waren gleich zweimal schwach wurden. „Die Stirnbänder haben uns wahnsinnig gut gefallen, aber die von den Beschäftigten entworfene Tasse mit den Fischmotiven finde ich auch klasse“, meinte Sonja Karberg. Doch bevor sie eine endgültige Entscheidung über den Kauf fällte, wollten beide noch schnell weiter in die Werkstatt nebenan, in der Eisen verarbeitet wurde. „Ich suche nämlich noch eine Rankhilfe für Rosen“, sagte Astrid Karberg. Gemeinsam mit allen anderen Gästen schoben sich die beiden durch die relativ breiten Gänge, die – je später der Tag wurde – allesamt zum Nadelöhr mutierten. Ob Weihnachtsdekoration, Möbel, gravierte Türschilder, bedruckte T-Shirts, selbst gemalte Bilder: An jedem Stand war buchstäblich der Bär los.

Timon Raatz aus Silberstedt war mit seiner Mutter am T-Shirt-Stand hängen geblieben. „Er hat sich eines mit seinem Namen gewünscht, das wird jetzt sofort gedruckt und wir können es gleich mitnehmen“, freute sich Mutter Martina. Klaus und Sune Lorenzen nutzten hingegen die Gelegenheit, sich von Arne Bricks den neuen „Snoezelraum“ der Werkstätten zeigen zu lassen: ein Raum mit weißen runden Möbeln, wechselnder farblicher Beleuchtung und dazu passender Musikuntermalung. „Hier arbeiten wir nicht nur mit Licht und Musik. Für die Rollstuhlfahrer bieten das Wasserbett und die Klangliege einen angenehmen Ausgleich zur Sitzschale“, so Bricks.

Auch bei der Auswahl des Rahmenprogramms ließen die Werkstätten keine Wünsche offen: Eine bunte Kinderbetreuung, Tombola, Kulinarisches und Musikalisches verzögerten den Heimweg. Großen Applaus ernteten auch die „Werkstattspatzen“. Bestens gelaunt und mit viel Freude sagen hier Beschäftigte mit unterschiedlicher Behinderung bekannte Schlager und auch schon das ein oder andere Weihnachtslied.

Betriebsstättenleiter Marc Müller war mit der Resonanz absolut zufrieden. „Letztes Jahr hatten wir rund 3500 Besucher, heute werden es ähnlich viele sein.“ Er sei stolz auf die vielen tollen Produkte, die die Mitarbeiter der Werkstätten herstellen und gestern präsentierten: „Wir achten bei der Herstellung auf Details, die jedes Produkt besonders machen. Das kommt beim Käufer offenbar gut an.“ Angetrieben von dem Spaß und Erfindergeist der Beschäftigten und Mitarbeitern habe man bereits jetzt für 2016 spannende Projekte in der Vorbereitung.

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