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Schleswig : Werkstätten bereit für die nationalen Sommerspiele

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

23 Athleten fahren zu den Special Olympics nach Hannover.

Den Sportlern der Schleswiger Werkstätten steht ein großes Ereignis bevor. Zum ersten Mal nehmen sie dieses Jahr an den nationalen Sommerspielen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung teil – den Special Olympics. Vom 6. bis zum 10. Juni treffen sich nach Erwartungen des Veranstalters 4800 Athleten in Hannover. Darunter auch 23 aus Schleswig.

Jedes Jahr stellen die Werkstätten einen Katalog vor, aus dem die Mitarbeiter aus den verschiedensten Freizeitaktivitäten wählen können. Je nachdem ob sie einem Voll- oder Teilzeitjob nachgehen, können sie ein oder zwei Kurse gleichzeitig belegen. Dabei spielt Sport eine wichtige Rolle. Dazu gehört Schwimmen, Fußball und Basketball. In diesen Disziplinen treten die Schleswigern nun in Hannover an. Die Sportler trainieren bereits seit anderthalb Jahren mindestens ein Mal in der Woche. Immer mit dem Ziel Hannover vor Augen.

Stefan Schostok, Oberbürgermeister der niedersächsischen Landeshauptstadt, möchte ihnen und den anderen Teilnehmern und Zuschauern in allen Belangen optimale Bedingungen bieten. „Dazu gehört für uns auch, die Spiele direkt in die Stadt zu tragen und sie mit großer Aufmerksamkeit durchzuführen. Hannover will ein Zeichen setzen, dass Menschen mit Behinderungen, egal welcher Art diese sind, ganz selbstverständlich Teil unserer Gesellschaft sind und Ausgrenzung jeglicher Art entgegengetreten werden muss“, hatte er jüngst verlauten lassen und dabei von einer „Demonstration für den Inklusionsgedanken“ gesprochen. „Gemeinsam stark!“ ist das Motto der Special Olympics.

Um daran teilnehmen zu können, mussten sich auch die Schleswiger Sportler bei sogenannten Anerkennungswettberwerben qualifizieren. Nachdem diese Hürde gemeistert wurde, ist nun die Vorfreude auf das große Event riesig. Die Fußballer wünschen sich „einfach gute und faire Wettkämpfe“. Schwimmerin Michaela Harder freut sich besonders darauf, „unter Leuten zu sein und bei einer großen Veranstaltung den Sport zu genießen“. Und Katja Herber, Sportkoordinatorin der Werkstätten, betont, dass jeder Teilnehmer bereits jetzt ein Gewinner sei. Denn: „Die ersten drei der jeweiligen Disziplinen werden mit Bronze, Silber und Gold geehrt. Alle anderen Teilnehmer bekommen eine Teilnehmerschleife – und dürfen sich auch einmal auf das Treppchen stellen.“

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