„Ausbildung mit Aussicht“ : Werbung fürs Hierbleiben

Nach Feierabend ins Kino: Mit Bildern wie diesen will „Ausbildung mit Aussicht“ Schleswiger Jugendliche begeistern.
Nach Feierabend ins Kino: Mit Bildern wie diesen will „Ausbildung mit Aussicht“ Schleswiger Jugendliche begeistern.

Mit einem Imagefilm wollen elf Unternehmen aus der Region Schulabgänger für eine Ausbildung in der Heimat begeistern.

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01. Februar 2018, 07:40 Uhr

Nach dem Abi geht es nach Kiel, Hamburg oder Berlin – jedenfalls in irgendeine große Stadt mit Universität. Seit Jahren schon klagen Schleswiger Unternehmen, dass es immer schwieriger wird, junge Menschen für eine Ausbildung in der Region zu interessieren. Jetzt gehen elf Firmen gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer einen neuen Weg. „Ausbildung mit Aussicht“ heißt die Kampagne, die die Initiatoren gestern vorgestellt haben. Im Mittelpunkt steht ein kurzer Werbefilm, der ab diesem Wochenende in den sozialen Medien verbreitet wird und der im März auch regelmäßig als Werbung im Schleswiger Kino läuft.

Der zweiminütige Film soll vor allem ein Lebensgefühl transportieren: Schleswig ist schön, hier lohnt es sich zu leben. Und nebenbei, das zeigen die Aufnahmen, gibt es hier auch überraschend viele Chancen, sich beruflich zu verwirklichen. Die Darsteller sind echte Auszubildende. Sie sind an ihren Arbeitsplätzen zu sehen, vor allem aber auch dort, wo sie ihre Freizeit verbringen: mit Popcorn im Kino, im Café am Kornmarkt oder schlendernd auf den Königswiesen. Eine zentrale Aussage: „Hier ist der Feierabend wie Urlaub“. Gesagt wird dieser Satz von einem professionellen Sprecher aus Frankfurt. Die jungen Schleswiger selbst bleiben stumm. „Wir haben lange diskutiert, ob die Auszubildenden auch selber Statements abgeben sollen“, sagt Filmemacherin Julia Claußen. Schließlich habe man sich dagegen entschieden. „Sie sind alle keine echten Schauspieler, und die Dreharbeiten waren auch ohne Sprechrollen schon aufregend genug.“

Die Fahrdorfer Filmemacherin Julia Claußen (vorne) mit den Vertretern der Ausbildungsbetriebe aus der Region.
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Die Fahrdorfer Filmemacherin Julia Claußen (vorne) mit den Vertretern der Ausbildungsbetriebe aus der Region.
 

Julia Claußen selbst hat nach ihrer Zeit an der Domschule vor neun Jahren das getan, was viele andere junge Schleswiger auch tun: Sie hat studiert und dann Berufserfahrung in München und Hamburg gesammelt. Inzwischen aber ist sie zurückgekehrt in die Heimat. So kann sie glaubwürdig die Botschaft vermitteln: Schleswig ist ein guter Ort zum Leben, auch und gerade für junge Menschen.

Wer mehr über die einzelnen Lehrberufe erfahren will, kann sich auf der Webseite der Kampagne informieren. Dort präsentieren sich die elf beteiligten Unternehmen mit über 30 verschiedenen Ausbildungsgängen – vom Baustoffprüfer bis zum operationstechnischen Angestellten.

> Der Film ist auf der Webseite www.ausbildung-mit-aussicht.de zu sehen. Diese Betriebe beteiligen sich: Futura Fundamentsysteme, Erich Greve GmbH, Gewoba Nord, Helios-Klinikum, Hotel Waldschlösschen, Nospa, SAW, Schleswiger Stadtwerke, team AG, VR Bank Flensburg-Schleswig, Böklunder.

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