Hilfe im Alltag : Wenn Kinder in Not geraten, sind „Schutzburg“-Partner für sie da

Sie freuen sich über neue Kooperationspartner: Rainer Raup und Petra Neumann.
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Sie freuen sich über neue Kooperationspartner: Rainer Raup und Petra Neumann.

An mehr als 100 Türen in Schleswig klebt inzwischen der auffällige gelbe „Schutzburg“-Aufkleber. Hier finden Kinder spontan Hilfe.

shz.de von
25. März 2015, 07:05 Uhr

„Den Kindern eine sichere Umgebung schaffen“ – dafür setzen sich der Kriminalpräventive Rat der Stadt Schleswig sowie der Kinderschutzbund als Partner des Projektes „Schutzburg“ ein. Zum Informationsaustausch trafen sich die „Schutzburg“-Akteure am Montagabend in den Räumlichkeiten des Archäologischen Landesamtes. Das „Schutzburg“-Projekt, das am 1. Juli 2009 startete, ist ein Netzwerk von Anlaufstationen für Kinder in Notlagen. „Wie oft passiert es, dass Kinder in einem bestimmten Moment Hilfe brauchen und niemand da ist, um zu helfen?“, sagte Petra Neumann (56) bei dem Treffen. Dafür seien die Anlaufstellen der Kooperationspartner da. Sie helfen den Kindern weiter, etwa indem sie bei ihnen zu Hause anrufen. Die „Schutzburgen“ seien Ansprechpartner in Notsituationen. Vor allem Grundschulkinder nutzten das Angebot, sagte Neumann. „Uns sind vom vergangenen Jahr acht Meldungen bekannt, wo kleine Schulkinder um Hilfe suchten“, berichtete Rainer Raup (61), Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rates. Auch die Zahl der Kooperationspartner, bestehend aus Banken, Geschäften, Schulen und öffentlichen Einrichtungen, sei 2014 um 19 Mitglieder angestiegen. So gibt es nunmehr 108 „Schutzburgen“ in Schleswig. Für die Kinder signalisiert der Aufkleber – eine gelbe Burg mit einem lächelnden Gesicht – Zuflucht und Unterstützung. Auf der Internetseite der Stadt Schleswig (unter Kooperation und Prävention) kann in die Liste der Partner eingesehen werden.

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