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Handewitt : Wenn der Blick aufs Smartphone zur Sucht wird

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Realprojekt an der Gemeinschaftsschule

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2017 | 17:54 Uhr

Menschen, die ständig und fast pausenlos auf ihr Smartphone blicken oder stundenlang am Computer „daddeln“, sind heute keine Seltenheit. Der Weg in eine Sucht ist dann häufig nicht mehr weit. „Auf beide Geräte möchte man nicht verzichten“, erklären Jonas Wichert und Torge Janssen, „aber man sollte mit ihnen vernünftig und behutsam umgehen.“ Die beiden 18-Jährigen, die die zwölfte Klasse an der Handewitter Gemeinschaftsschule besuchen, beschäftigen sich seit einigen Monaten mit Handy- und Computer-Sucht sowie mit einer Prävention.

In der zwölften Jahrgangsstufe absolvieren die Schüler traditionell ein Realprojekt, das einen gesellschaftlichen Nutzen und eine nachhaltige Wirkung erzielen soll. Während sich Klassenkameraden mit einer Spielplatzgestaltung oder einer Flüchtlingsbetreuung beschäftigten, entschieden sich Jonas Wichert und Torge Janssen dafür, die Gefahren, die vom überhöhten Smartphone- oder PC-Konsum ausgehen, aufzuzeigen.

In den vergangenen Wochen besuchten die beiden Schüler für jeweils eine Doppelstunde alle vier achten Klassen. Nach einer Einführung in die Sucht-Problematik teilten sich die Klassen in zwei Gruppen auf. „Die Mädchen wählten eher die Handy-Thematik, während die Jungen zum Computer tendierten“, beobachtete Torge Janssen. An speziellen Fragen zur Mediennutzung entzündete sich eine Diskussion. „Einige stellten dann von selbst fest, dass sie teilweise sinnlose Chats führen“, berichtet Jonas Wichert. Auch eine Umfrage starteten die beiden Schüler, in der viele Achtklässler eingestanden, mehrfach in einer Viertelstunde auf ihr Handy schauen zu müssen. Einige beantworteten auch die Frage „Bist du handysüchtig?“ mit einem „Ja“. Dann empfahlen Jonas Wichert und Torge Janssen, Kontakt mit der Diakonischen Suchthilfe Flensburg aufzunehmen. Diese Einrichtung hatten sie als Kooperationspartner für ihr Realprojekt gewonnen.

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