Amt Süderbrarup : Weniger Fehlalarme – weniger Einsätze

Kreiswehrführer Mark Rücker (rechts) überreichte die Beförderungsurkunden an Frauke Thiesen (2.von rechts), Wulf Nagelschmidt (Mitte) und Henning Pehl. Amtswehrführer Jürgen Werner (links) gratulierte.
Kreiswehrführer Mark Rücker (rechts) überreichte die Beförderungsurkunden an Frauke Thiesen (2.von rechts), Wulf Nagelschmidt (Mitte) und Henning Pehl. Amtswehrführer Jürgen Werner (links) gratulierte.

Stabile Anzahl an Aktiven und Zuwachs in den Jugendgruppen: Die Feuerwehren im Amt Süderbrarup sind gut aufgestellt. Ein Grund ist auch die Zusammenlegung von Wehren.

shz.de von
06. Januar 2015, 18:45 Uhr

589 Aktive zählen die 21 Wehren des Amtes Süderbrarup. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren keinen Rückgang mehr zu verzeichnen“, verkündete Amtswehrführer Jürgen Werner zufrieden auf der Winterversammlung der Wehrführer und Fachwarte in der Gaststätte „Pfefferkorn“ in Brarupholz. Werner nannte dafür einige Gründe. So seien im vergangenen Jahr Wehren zusammengelegt worden, die Wehren selbst hätten aktive Nachwuchswerbung betrieben und die Nachwuchsarbeit der Jugendfeuerwehr trage Früchte. 62 Jungen und Mädchen seien in der Jugendfeuerwehr organisiert. Diese Zahl zeige die Attraktivität der Jugendfeuerwehr, denn im vergangenen Jahr waren es 55 Jugendliche, die den Rock der Feuerwehr anzogen.

Um auch in Zukunft attraktiv sein zu können, benötige die Jugendfeuerwehr dringend ein Mannschaftsfahrzeug. „Wir können den erwachsenen Betreuern nicht auch noch zumuten, die große Zahl der Mitglieder der Jugendwehr in ihren Privatfahrzeugen zu transportieren“, sagte Werner. Hintergrund: Einige Gemeinden hatten es in den vergangenen Wochen abgelehnt, die Anschaffung eines Fahrzeuges für die Jugendwehr finanziell zu unterstützen. Auch Amtsvorsteher Thomas Detlefsen hob die Arbeit der Jugendfeuerwehr als Nachwuchsschmiede für die Erwachsenenwehren hervor.

Im vergangenen Jahr mussten die Wehren des Amtes zu 62 Einsätzen ausrücken. Das sind 30 weniger, als im Jahr davor. Auffallend sei die vergleichsweise hohe Zahl der Brandeinsätze. Trotz ein Drittel weniger Einsätzen sei die Zahl der Brandbekämpfungen etwa gleich geblieben. Eindeutig zurückgegangen sei die Zahl der Fehlalarme auf sechs Alarmierungen. Werner führte diesen Rückgang auf den Einsatz des Ordnungsrechtes zurück. „Wer falsch alarmiert, muss zahlen.“

Hervorgehoben wurde vom Amtswehrführer die Bereitschaft der Aktiven in den Wehren, sich weiterbilden zu lassen. 190 Aktive haben sich in den verschiedenen Bereichen zusätzlich ausbilden lassen. Auch Kreiswehrführer Mark Rücker erhielt lobende Worte von Jürgen Werner: Die Basis nehme die aktive Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes wohltuend zur Kenntnis. Rücker berichtete, von Heiterkeit der Versammlungsteilnehmer begleitet, über die seit Jahren angekündigte Einführung des digitalen Funknetzes. „Im Sommer des kommenden Jahres werden die neuen Funkgeräte ausgeliefert“, verkündete der Kreiswehrführer.

Kritik erntete der Landesfeuerwehrverband wegen seines „verkorksten Zeitmanagements“ zur Kameradschaftskasse im neuen Brandschutzgesetz. Sehr kurzfristig hätten die Wehren zum Gesetzestext Stellung beziehen sollen, der für die Wehren zusätzlichen bürokratischen Aufwand bedeutet habe. Auf Drängen der Basis sei die Verabschiedung des Gesetzes verschoben worden.

Abschließend überreichte der Amtswehrführer Wolfgang Höhne eine Dankurkunde. Höhne hat 35 Jahre das Ordnungsamt des Amtes Süderbrarup geleitet und war dadurch erster Ansprechpartner der Feuerwehr im Bereich Ordnungswesen. „Die Feuerwehr hat bei Höhne immer erste Priorität gehabt“, unterstrich auch Ehrenamtswehrführer Hans-Jürgen Nielsen. Befördert wurden Frauke Thiesen und Wulf Nagelschmidt zum Oberlöschmeister und Henning Pehl zum Brandmeister.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen