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Schleswiger Nachrichten

24. Oktober 2017 | 10:08 Uhr

Wenig Resonanz auf Schultheatertag

vom

Nur zwei Gemeinschaftsschulen beteiligten sich / Theaterpädagogin: Grundschulen extra eingeladen

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Schleswig | Sie sehen anders aus, mit ihren blauen Haaren und den komischen hautfarbenen Anzügen. Und sie denken auch anders - die "Außerirdischen", die von einem fremden Planeten kommen und eine Klassenfahrt zur Erde unternehmen, wo sie mit negativen Gefühlen wie Neid, Streit, Aggressivität und Eigensucht konfrontiert werden. Wie sich das auswirkt im täglichen Miteinander der Menschen, wurde gestern auf der Schultheater-Bühne im Slesvighus dargestellt. Die Theater-AG der Bruno-Lorenzen-Gemeinschaftschule hatte unter der Regie von Lehrerin Gwendolin Jung das Stück "Verrückt, diese Irdlinge" einstudiert.

Beifall kam nach der Aufführung nicht nur von den Fans aus den eigenen Reihen - etwa von Lehrerin Petra Reinitzhuber mit ihrer Klasse 7a -, sondern ebenfalls von der Geestland-Gemeinschaftsschule Kropp. Es sei beeindruckend gewesen, wie textsicher die Schüler gewesen seien. Auch welche Bandbreite der Gefühlswelt sie darzustellen vermochten, habe ihnen sehr gefallen, erklärten Celina Bruß aus Jagel und Caroline Bromann aus Kropp.

Doch auch die "Konkurrenz", Zehnklässler der Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf, ernteten Applaus für ihren Bühnen-Krimi "Bretter, die den Tod bedeuten". Lehrerin Maike Repenning machte gegenüber den SN deutlich, wie ernst sie und ihre Schüler die Theaterarbeit nehmen. Sogar ein Casting werde für jede Rolle veranstaltet, und bei der Auswahl werde sie manchmal zu einem "Dieter Bohlen wie bei RTL", räumte Repenning ein.

Mittlerweile hat sich die Theater-AG an der Bruno-Lorenzen-Schule offenbar zu einem begehrten Anlaufpunkt für Schüler mit Schauspieler-Amibitionen entwickelt. Gwendolin Jung: "Bei mir entscheiden die älteren AG-Teilnehmer stets mit, wer in die Runde aufgenommen wird."

Nicht zu übersehen war an diesem Schultheatertag, dass nur zwei Schulen mit ihren Theaterstücken dabei waren. "Das finde ich sehr schade", meint Gwendolin Jung, denn gerade für Schüler ist es ein großes Erlebnis, auf einer Bühne zu stehen, dabei von Bühnentechnikern ins rechte Licht gesetzt zu werden. Sogar eine Nebelmaschine war für die Darbietung ihrer Schauspieltruppe eingesetzt worden. Jung: "Wenn wir unser Theaterstück am kommenden Freitag um 19.30 Uhr in der Bruno-Lorenzen-Schulaula wiederholen, dann werde ich mir eine Nebelmaschine vom Physiklehrer besorgen."

Eine Erklärung für das Desinteresse vieler Schulen am Schultheatertag hat Theaterpädagogin Janina Wolf nicht parat. Sie vermute, dass es an der mangelnden Zeit wegen des kurzen Schuljahres gelegen haben könnte, sagt sie. Aber auch daran, dass man nunmehr die Grundschulen getrennt von den weiterführen den Schulen eingeladen habe. Und zwar deshalb, weil die Kleinen sich nicht für die Aufführungen der Großen interessiert hätten und umgekehrt. So werden die Grundschulen am 22. Mai ihren Schultheatertag im Slesvighus haben. Angemeldet haben sich bereits die Wilhelminenschule und die Grundschule Treia. Wie gestern auch wird es beim nächsten Schultheatertag Workshops geben mit Schauspielern des Landestheaters .

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