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Ab Montag in Schleswig : Weihnachtsmarkt mit Internet-Anschluss

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der LebendigerAdventskalender soll in diesem Jahr eine Attraktion werden. Die Stadtwerke stellen zudem kostenlos W-Lan zur Verfügung.

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erstellt am 20.Nov.2015 | 19:30 Uhr

Es lässt sich nicht mehr leugnen: Die Adventszeit ist da – ab Montag knipst Schleswig seine Weihnachtslichter an. Auf dem Capitolplatz öffnet um 17 Uhr der Weihnachtsmarkt seine Tore. Und der verheißt, natürlich neben klassischen Angeboten wie Glühwein, Bratwurst und Waffeln, wohl einige neue Überraschungen. Wie professionell Stadtmanager Rüdiger Knospe und Rathaus-Fachbereichsleiterin Julia Pfannkuch den kommenden Weihnachtszauber vorbereitet haben, wurde gestern in deren gemeinsamer Pressekonferenz deutlich. „Wir sind eine richtig bunte Truppe“, stellte Pfannkuch fest und meinte damit auch die Vielzahl der Akteure aus dem Schleswiger Kulturbereich sowie von Jugendeinrichtungen, die gemeinsam an dem Projekt „Lebendiger Adventskalender“ gebastelt hatten. Im vergangenen Jahr wurde der aus der Taufe gehoben und diesmal noch deutlich erweitert.

Und so funktioniert der Kalender: Unter den elf Hütten auf dem Weihnachtsmarkt befindet sich eine sogenannte Veranstaltungshütte, die ein bisschen querfeldein steht. Deren Türen werden sich an jedem Wochentag im Dezember öffnen – und zum Vorschein kommen Vertreter von Schleswiger Einrichtungen mit selbst einstudierten Beiträgen. Dazu gehören etwa Mitarbeiter der Stadtbücherei und deren Förderverein, oder Gallberg- und Dannewerkschüler mit jeweils eigenen Ideen, auch der Theaterjugendclub des Landestheaters ist vertreten, ebenso das Kinderspielzentrum im Friedrichsberg mit alten Weihnachtsliedern oder Awo-Geschäftsführerin Maren Korban, die kleine rote Wunschherzen verteilt und anschließend sogar versuchen will, einige der darauf aufgeschriebenen Wünsche zu erfüllen. Der „Lebendige Adventskalender“ bietet also vom 1. bis 24. Dezember viele verschiedene Glanzpunkte aus dem Schleswiger Kulturleben – immer um 17.30 Uhr. Nach etwa zwanzig Minuten geht die Adventstür wieder zu.

Dass auch Rock und Blues gut in die Weihnachtsstimmung passen, zeigt Carsten Arndt von der gleichnamigen Rock-Pop-Academy. Er, der in den nächsten Tagen seine Schleswiger Weihnachts-CD mit rockigen Weihnachtsliedern vorstellt, wird am Heiligabend um 11 Uhr auf dem Capitolplatz das Musikprogramm unter dem Motto „Wir feiern Weihnachten“ bestreiten, gemeinsam mit dem Jugendzentrum. Deren Leiterin Sandra Martensen sagte, dass dieser Zeit- und Programmpunkt vielen Menschen gut gefalle, da sie meist noch für Last-minute-Einkäufe durch die Stadt hetzten. „Sie alle können bei uns ein wenig zur Ruhe finden und so gemeinsam mit anderen in eine Weihnachtsstimmung gelangen.“

Eine Besonderheit im Programm des Adventskalenders dürfte wohl am 23. Dezember zu erleben sein – wenn Flüchtlinge muslimischen Glaubens etwas über ihre heiligen Feste erzählen. Überhaupt beteiligen sich Migranten an der Organisation und an den Vorbereitungen zum Weihnachtsmarkt, berichtet Rüdiger Knospe. Ahmad Ibrahim etwa war gestern mit seiner Ehefrau Hivin Nader beim Pressegespräch dabei. Er spricht nach über einem Jahr Aufenthalt bereits gut Deutsch und mag das deutsche Weihnachtsfest sehr, wie er sagt. Er und weitere Flüchtlinge aus Syrien haben gestern auch Mitarbeitern des Stadtmarketings dabei geholfen, die Tannenbäume auf dem Capitolplatz aufzustellen.

Das Bild vom Schleswiger Weihnachtsmarkt hat sich rein äußerlich ein wenig verändert. „Wir sind weg vom Schwarzwald-Look mit viel Holz“, sagt Rüdiger Knospe, dafür komme jetzt ein skandinavischer Touch hinein. So erscheinen bereits zwei der Hütten in roter Farbe und mit weißen Fenstern.

Und über eine Neuerung technischer Art freut sich Knospe noch ganz besonders: Dank der Stadtwerke nämlich gibt es kostenloses W-Lan auf dem Weihnachtsmarkt. Das bedeutet: Nun kann jeder, der sein Glühwein-Glas in der Hand hält oder gerade von seiner Bratwurst abbeißt, ein Selfie in die Welt hinaus posten – live vom Schleswiger Weihnachtsmarkt. „Denn solche Nachrichten müssen doch raus“, lacht Knospe.

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