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Stadtmuseum Schleswig : Weihnachtsmarkt mit besonderem Flair

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Besucher schwärmen vom Angebot und der Atmosphäre im Stadtmuseum. Mehr als 70 Händler boten selbst produzierte Waren an.

Der Weihnachtsmarkt am und im Schleswiger Stadtmuseum hat Flair. Das hört man immer wieder. Und: Wenn man dort ist, weiß man, was gemeint ist. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. Seit 37 Jahren gibt es den Markt inzwischen, und seit Anfang an wird an den Stände in den einzelnen Gebäuden des Geländes alles andere als Kitsch angeboten. Dabei achtet Organisatorin Wiebke Nickelsen seit nunmehr 25 Jahren darauf, dass die Zusammensetzung der einzelnen Händler stimmt. „Das Grundprinzip hat sich bewährt, wir bleiben dabei, dass auf unserem Markt keine Handelsware, sondern nur selbst Produziertes verkauft wird“, sagte sie. Deshalb hätten auch diesmal die rund 70 Händler nur hochwertige Waren angeboten.

Die ungewöhnlichen Lichtquellen aus historischen Bohrwerkzeugen von Mario Schaarschmidt aus Hamburg zum Beispiel waren – auch wenn nicht gerade günstig – echte Hingucker. Selten sah man so viele Männer mit großen Augen Tischleuchten bewundern. Nebenan konnte man aber bei Brigitte Forster aus Schuby selbst gefertigte Mützen für Freunde, Verwandte oder sich selbst mitnehmen oder, wie Britta Thomsen aus Großenwiehe, einen handgefertigten Holzelch von Sönke Carstensen aus Schleswig. „Den schenke ich meiner zukünftigen Schwiegertochter zu Weihnachten, denn sie hat mitunter den gleichen Gesichtsausdruck“, sagte sie grinsend. Ilse Margarete Thomas aus Schleswig schlenderte ebenfalls von Stand zu Stand. „Wir waren im vergangenen Jahr das erste Mal auf diesem Weihnachtsmarkt und total beeindruckt, weil man hier mal ganz andere Sachen findet als üblich“, sagte sie und war auch dieses Mal begeistert vom Angebot.

Aber nicht nur zum Kaufen, sondern auch zum Essen und Trinken lud der Markt ein. Süßes und Pikantes, Kaffee und Punsch fand gleichermaßen reißenden Absatz. Auf eine musikalische Beschallung wurde indes bewusst verzichtet. Nach Einsetzen der Dunkelheit gegen 16 Uhr sorgte die festliche Beleuchtung des Gebäudekomplexes für eine besondere Stimmung, die keine weitere musikalische Untermalung benötigte. Besonders die vielen Stammgäste kamen deswegen bewusst erst am späten Nachmittag.

Im Gegensatz zu anderen Märkten kostet der Weihnachtsmarkt für Erwachsene zwei Euro Eintritt. Dies schreckte jedoch bereits am Freitag gut 500 Besucher nicht ab, so die Veranstalterin. Am Sonnabend und gestern waren es noch einmal deutlich mehr. „Die Leute wissen, dass es sich hierbei ja eigentlich um einen ermäßigten Eintritt ins Museum handelt. Durch den Weihnachtsmarkt, der in allen Gebäuden stattfindet, ist der Besuch sämtlicher Ausstellungen frei. Sogar Kurzführungen bieten wir an“, sagte Nickelsen, die von vielen Besuchern und den Ausstellern gleichermaßen für die wiederholt familiäre und gemütliche Atmosphäre gelobt wurde.

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