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Besucherscharen : Weihnachtsmärkte trotzen dem Regen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Organisatoren mehrerer Basare im Kreisgebiet freuten sich am Wochenende über zahlreiche Besucher, die über die Weihnachtsmärkte schlenderten. In Tarp, Schafflund, Wees und Sterup war man gegen den Regen gut gewappnet.

Zahlreiche Veranstaltungen – ob Gemeinderatssitzung, Seniorentreff oder Vortrag – mussten wegen „Xaver“ am Donnerstag und am Freitag abgesagt werden. Die Organisatoren mehrerer Weihnachtsmärkte im Kreisgebiet hatten jedoch Glück: Am Sonnabend war „Xaver“ auf und davon, und die Veranstaltungen konnten stattfinden.

Den SteruperWeihnachtsmarkt gab es am Sonnabend und gestern bereits zum 30. Mal – erstmals am zweiten Adventswochenende und an einem neuen Ort, in der Heinrich-Andresen-Schule. Der Umzug hat sich laut den Organisatoren gelohnt, denn fast alles konnte drinnen platziert werden, wodurch man dem nass-kalten Wetter habe trotzen können. Das „De Stedörper“-Weihnachtsmarkt-Team hatte mit dem Förderverein der Schulen sowie Lehrern und Schülern monatelang Ideen gesammelt und das große Programm vorbereitet: Erneut wurden Kinder, Eltern und auch Großeltern einbezogen.

Gemeinsam veranstalteten Pastor Thomas Röhlk von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und Pastor Andreas Lusky von der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde mit den Kindern der DRK-Kita und den Lucia-Mädchen der Dänischen Schule Sörup wieder eine Familienandacht in der kleinen Sporthalle. Anschließend bummelten die Besucher bei Punsch, Leckereien, Kunsthandwerk und Klönschnack über den Weihnachtsmarkt. Beim Förderverein der Kita „Sonnenblume“ malten viele Kinder Bilder, die Baptisten stellten einen Gebets- und Begegnungsraum zur Verfügung, der gut angenommen wurde, und es gab eine Tombola. Die St.-Laurentius-Pfadfinder schenkten in ihrer Jurte Chai-Tee aus, und eine tolle Aufführung gab es von den Steruper Viertklässlern. An beiden Tagen brachte die Feuerwehr den Nikolaus mit und der beschenkte jedes Kind.

Die katastrophale Witterung des vergangenen Jahres steckte den Organisatoren des Weeser Weihnachtsmarktes noch tief in den Knochen. So waren sie am Freitag noch drauf und dran, ihn abzusagen. Dazu kam es, weil „Xaver“ schnell wieder verschwand, aber glücklicherweise doch nicht. Laut Bürgermeister Michael Eichhorn erfolgte am Sonnabendvormittag als „Alle-Mann-Manöver“ der Aufbau, und pünktlich um 14 Uhr konnte der Markt beginnen.

Das Wetter war zunächst vergleichsweise wohlwollend und die Dorfstraße rund um das Feuerwehrgerätehaus voller Menschen. Für gestern galt das wegen der häufigen Schauer nur eingeschränkt. Elke Kahland, seit 15 Jahren mit Erzgebirgskunst in Wees präsent, sprach für Sonnabend von einem guten Zuspruch, „aber heute war es nicht so toll“, sagte sie gestern. Ute Friedrich und Marion Scherff aus Flensburg, erstmalig mit Serviettentechnik dabei, sahen es ebenso. Für die Kinder allerdings war das unerheblich. Für sie gab es ein umfangreiches Programm in einer Scheune, mit Zauberer, Esel, Malwettbewerb, Lucia-Umzug und natürlich dem Weihnachtsmann.

„Was sind wir froh, dass unser Weihnachtsmarkt hauptsächlich im Hause stattfindet“, erklärt eine erleichtere Judith Detlefsen beim Tarper Weihnachtsmarkt. „Xaver“ sei sogar hilfreich gewesen: „Weil es ab Donnerstag schulfrei gab, konnten wir schon zwei Tage vorher in alle Räume der Schule, und die Kinder haben beim Schmücken fleißig mitgeholfen.“ Deshalb konnten „Xaver“, der während des Aufbaus wütete, und das ungemütliche Wetter am Wochenende die Stimmung an den beiden Markttagen nicht trüben. Auch der vierte von der IG Tarp ausgerichtete Weihnachtsmarkt war ein voller Erfolg. Es gab 100 verschiedene Aktivitäten, 14 Stunden Bühnenprogramm und eine Tombola mit 1000 Preisen. Gemeindevertreter betreuten im Schichtdienst die Kartbahn: Eine Fahrt kostete einen Euro, das Geld soll für den Wiederaufbau der Uhu-Voliere, die nicht „Xaver“, sondern bereits Sturmtief „Christian“ zerstört hatte, verwendet werden.

Zufriedene Gesichter gab es auch bei Besuchern, Ausstellern und Organisatoren des Schafflunder Weihnachtsmarktes. Oliver Faust, Chef-Organisator und Vorsitzender des veranstaltenden Handels- und Gewerbevereins, konnte 20 Standbetreiber und zahlreiche Gäste begrüßen. Der Weihnachtsmann verteilte über 100 Naschtüten an Kinder, die ein Gedicht aufsagten. Sehr begehrt war das Ponyreiten, das es auf dem Markt seit vielen Jahren gibt, und auch ein Karussell drehte seine Runden, während die Bredstedter Friesenjungs sangen.

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