Lottorf : Weichen für Solarpark werden gestellt

Entlang der Bahnlinie soll in Lottorf  eine Großflächen-Photovoltaikanlage entstehen.
Entlang der Bahnlinie soll in Lottorf eine Großflächen-Photovoltaikanlage entstehen.

Lottorf plant Sondergebiet für Freiflächen-Photovoltaik. Die Husumer Windkraft Nord-AG will eine fünf Hektar große Fläche mit Modulen versehen.

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28. November 2013, 12:00 Uhr

Nachdem der Vorhaben-Träger, die Husumer Windkraft Nord-AG (WKN AG), einen Antrag zur Errichtung eines Solarparks gestellt hatte, berät die Gemeinde Lottorf nun über die Rahmenbedingungen der Entwurfsplanung. Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes eines Sondergebietes für Freiflächen-Photovoltaikanlagen informierte Landschaftsarchitekt Frank Springer in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung über die eingegangen Stellungnahmen.

Auf der fünf Hektar umfassenden – und damit in der Größe zehn Fußballfeldern vergleichbaren – Grünfläche entlang der Bahnlinie, die im westlichen Bereich der Gemeinde verläuft, soll das Sondergebiet am Ortsausgang des Boklunder Weges entstehen. Geplant sind blendfreie Freiflächen-Anlagen, die zwei- bis dreireihig und mit einer Höhe von 2,8 bis 3,5 Metern über dem Boden errichtet werden. Mit den Sonnenstrahlen des Lichtes werden rund vier Mega-Watt/Peak Stromerzeugung pro Jahr erwartet. Die Einspeisung ins Netz soll über eine Station bei der Tierkörperverwertungsanstalt in Jagel erfolgen. Das Projekt sieht eine Laufzeit von 25 Jahren vor – Baubeginn könnte bereits im Frühjahr/Sommer 2014 sein. „Unser Ziel ist es, hier langfristig Strom zu erzeugen“, sagte Ingenieur Birger Mextorf, Projektmanager der WKN AG.

Rund 25 Behörden nahmen bereits Stellung, darunter der Kreis Schleswig-Flensburg, die Stadt Schleswig, die unmittelbaren Nachbargemeinden sowie die Umweltverbände. Eine Stellungnahme der Landesplanung wird noch erwartet. „Ohne diese geht es nicht los“, sagte Springer. Entsprechend der nun gestellten Forderungen und zum Schutze des dort vorhandenen Feuchtbiotops eines Hochmoores wurde die Sonderfläche entgegen der ersten Planungen von rund sieben auf fünf Hektar Flächennutzung verringert. Der überarbeitete Bebauungsplan liegt jetzt in der Amtsverwaltung öffentlich aus.

Mit der Sanierung des Regenwasserschachtes am Ortseingang in Richtung Selk bereitet sich die Gemeinde Lottorf auf den Winter vor. Nach den jüngsten Bau- und Grabungsarbeiten, die auf einer Länge von 100 Metern erfolgten, sollen Überschwemmungen entlang der Haupteinfahrtstraße ausgeschlossen sein. Die Kosten betragen 3332 Euro.

Der Winterdienst aus Jagel ist nun bestellt – die Vergabe des Auftrages erfolgte einstimmig.

Abschließend dankte Bürgermeisterin Sabine Willprecht der Feuerwehr um Wehrführer Kai Evers für den Einsatz während des Orkantiefs „Christian“. Auch in Lottorf hinterließ der Orkan zahlreiche Schäden, insbesondere entwurzelte Bäume und kaputte Straßen. „Katastrophal“, nannte es die Bürgermeisterin.

In einer für Donnerstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr, geplanten Einwohnerversammlung im Feuerwehrgerätehaus will die Willoprecht über die Verlegung einer Gasleitung innerhalb Lottorfs informieren.

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