Schleswig : Weibliche Doppelspitze für das Bauamt

Havenstein
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Manja Havenstein (36) und Britta Gutknecht (41) teilen sich künftig die Leitung des Fachbereichs.

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21. Dezember 2014, 07:26 Uhr

Das städtische Bauamt wird künftig von zwei Frauen geleitet. Manja Havenstein (36) hat nach ihrer Elternzeit ihren Job bereits Anfang Dezember wieder aufgenommen. Ab Januar teilt sie sich die Stelle dann mit der Flensburgerin Britta Gutknecht (41). Beide Frauen haben auf diesem Wege eine Möglichkeit gefunden, trotz des Berufes ausreichend Zeit für die Familie zu finden. Gutknecht ist Mutter eines fast dreijährigen Mädchens und hat eine elfjährige Ziehtochter.

Die gebürtige Schwerinerin ist Diplom-Ingenieurin für Landschaftsplanung und Regionalentwicklung. Berufliche Erfahrungen hat Gutknecht bei der Stadt Flensburg und vor allem bei der Entwicklungsagentur Nord gesammelt, wo sie die Geschäftsstelle in Flensburg leitete und für die Projektförderung in der Fördestadt sowie im Kreis Schleswig-Flensburg zuständig war. „Die Stadt Schleswig habe ich auch beraten, zum Beispiel beim interkommunalen Gewerbegebiet. Dadurch kannte mich die Verwaltung bereits“, erklärt Gutknecht.

Manja Havenstein hatte den Posten an der Bauamtsspitze vor zweieinhalb Jahren, damals noch unter ihrem Mädchennamen Mahrt, von Peter Hopfe übernommen, der in den Ruhestand gegangen war. Nach der Geburt ihres Sohnes ging die Architektin im vergangenen Jahr in Elternzeit. Vertreten wurde sie seit Herbst 2013 von Frank Duwe, dessen Vertrag bei der Stadt Ende dieses Jahres ausläuft. Seine berufliche Zukunft ist noch offen.

Und so sieht das Job-Sharing an der Spitze des Fachbereichs III – so die offizielle Bezeichnung für das Stadtbauamt – künftig aus: Gutknecht wird federführend die Fachdienste III.2 (Stadtentwicklung) und III.3 (Wirtschaftsförderung und Liegenschaften) leiten. Havenstein übernimmt die Leitung der Fachdienste III.1 (Verwaltung und Tiefbau) sowie III.4 (Gebäudemanagement). Während Gutknecht grundsätzlich dienstags und mittwochs ganztägig sowie freitagvormittags im Hause sein wird, kommt Havenstein immer montags und donnerstags ganztägig sowie mittwochvormittags ins Büro am Gallberg 3. Beide Frauen, die sich von Fortbildungsseminaren kennen, vertreten sich gegenseitig.

Britta Gutknecht bezeichnet diese Konstellation für sie persönlich als „Riesenglücksfall“. Dass dieses für ein Bauamt landesweit vermutlich einmalige Modell vor dem Hintergrund großer Herausforderungen wie dem Theaterneubau scheitern könnte, glauben die beiden Frauen nicht. „Es wird funktionieren“, ist Manja Havenstein überzeugt.

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