zur Navigation springen

Schleswiger Schulen : Webseiten-Test: Lornsenschule präsentiert sich am besten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Domschule ist mit ihrem völlig veralteten Online-Auftritt der große Verlierer in Schleswig – die Lornsenschule macht es ganz anders.

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Der Kampf um die Schüler wird immer mehr auch übers Internet ausgetragen. Viele Eltern informieren sich zuerst auf den entsprechenden Homepages, wenn die Entscheidung ansteht, auf welche weiterführende Schule sie ihr Kind schicken wollen. Die Schüler wiederum nutzen die Onlineseiten, um sich über Stundenausfall und Vertretungspläne zu informieren und treten beispielsweise in virtuelle Klassenzimmer ein.

Wie steht es um Übersichtlichkeit, Aktualität und Informationsgehalt – die Schleswiger Nachrichten haben die Homepages der weiterführenden Schulen in der Stadt unter die Lupe genommen und miteinander verglichen. Mit Ausnahme der A.P.-Møller-Schule. Die macht zwar zweifellos einen sehr modernen Eindruck, ist aber ausschließlich in dänischer Sprache gehalten und passt damit nicht ins Raster.

Vergleicht man die Seiten der übrigen sechs Schulen, fällt eines sofort auf: Die Domschule macht ihrem Image als älteste Schule Schleswigs auch im Internet alle Ehre. Die Website vermittelt den Eindruck, als stamme sie aus der Gründerzeit des weltweiten Netzes. Wer auf domschule-sl.de klickt, bekommt zunächst eine überflüssige, ellenlange Einweisung in die Homepage präsentiert. Internet-Expertin Christine Fesel von der Firma Agency-5 bringt es auf den Punkt: „Ist eine Seite nicht sofort selbsterklärend oder zu verwirrend aufgebaut, ist Ihr Kunde weg.“

Klickt man sich weiter durch den Dschungel gut gemeinter Domschul-Informationen, landet man irgendwann beim virtuellen Rundgang. Völlig veraltete Bilder zeigen die Schule von ihren schlechtesten Seiten. Der Neubau ist hier noch nicht renoviert, der Naturwissenschaftstrakt, der in diesem Frühjahr eingeweiht wurde, findet noch nicht mal Erwähnung. Der virtuelle Panorama-Rundgang ist zwar eine gute Idee, müsste jedoch ebenfalls dringend erneuert werden.

Ganz anders stellt sich das auf der Homepage der Lornsenschule dar. Qualitativ hochwertige Fotos und ein modernes Konzept ermöglichen einen virtuellen Schulrundgang ohne das ständige Öffnen und Schließen von Fenstern. Immerhin bieten die beiden Gymnasien als einzige einen virtuellen Rundgang.

Auch der Internetauftritt des Berufsbildungszentrums (BBZ) ist übersichtlich, modern und ansprechend gestaltet. Die Informationen sind jedoch recht spärlich und beziehen sich nur auf die möglichen Abschlüsse. Die Gallbergschule hat ebenfalls eine sehr moderne Seite, allerdings mit sehr wenigen Bildern oder sonstiger medialer Unterstützung. Bei der Bruno-Lorenzen-Schule zeigt sich das gegenteilige Problem: Hier gibt es zwar viele Bilder, im Verhältnis allerdings zu wenige Informationen. Die Dannewerkschule bietet eine sehr knapp gehaltene Seite ohne viele Informationen. Speziell etwas zu einem Jahrgang oder zum allgemeinen Schulsystem herauszufinden, gestaltet sich schwierig.

Die Lornsenschule geht mit ihrem Internetauftritt als klare Siegerin aus dem Vergleich hervor. „Das freut uns natürlich sehr“, sagt Schulleiterin Erdmut Fox. „Denn natürlich informieren sich die Eltern der Viertklässler zuerst über die Homepage, was eine Schule zu bieten hat.“ Seit etwa einem halben Jahr präsentiert sich das Gymnasium mit einem frischen Onlineauftritt. „Das ist das Ergebnis eines Seminarkurses unter der Leitung des stellvertretenden Schulleiterin Sönke Duncker“, erklärt Fox. Die Schüler hätten die Seite komplett überarbeitet. Duncker sei derzeit weiterhin als Webmaster tätig. Und viele Schüler, so Fox, kämen immer wieder mit neuen Ideen auf die Verantwortlichen zu, um die Website noch weiter zu verbessern.

Und was ist mit dem Test-Verlierer Domschule, deren Seite dem Nutzer die Lust am Lesen nimmt? „Das Problem ist bekannt“, sagt Schulleiter Georg Reußner. „Aber unsere Ressourcen sind zu knapp, um das kurzfristig zu ändern.“ Er gehe aber davon aus, dass sich die Internetseite innerhalb der nächsten sechs Monate in neuem Gewand präsentieren werde. „Es ist zum Beispiel in Arbeit, dass der Vertretungsplan bald online abrufbar ist.“

Die Webseiten der weiterführenden Schulen in Schleswig:

Domschule

Lornsenschule

Dannewerkschule

Bruno-Lorenzen-Schule

Gallbergschule

Berufsbildungszentrum

A.-P.-Möller-Schule

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen