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Kropp : Wasserfreunde kämpfen für ein bezahlbares Freibad

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Kropper Verein „Wasserfreunde“ ist jetzt als gemeinnützig anerkannt. Sein erstes Ziel ist ein neuer Sprungturm.

Jetzt können die Wasserfreunde Kropp so richtig durchstarten – der junge Verein, der im April gegründet wurde, um das Freibad attraktiver zu gestalten, ist jetzt als gemeinnützig anerkannt – und darf beispielsweise auch Spenden eintreiben und entsprechende Bescheinigungen ausstellen. Das wird auch notwendig sein, denn die Wasserfreunde begnügen sich nicht mit kleinen Attraktivitätssteigerungen, sie wollen Grundsätzliches erreichen. „Das Freibad ist mit seinen 43 Jahren eigentlich am Ende seiner Laufzeit angekommen“, erklärt Uwe Baurhenne, der den Verein führt und zudem als DLRG-Vorsitzender und Mitglied im Gemeinderat aktiv ist. Den Wasserfreunden geht es darum, das Freibad zu erhalten. Erstes großes Ziel auf diesem Weg ist ein 3-Meter-Sprungturm. Der alte war abgebaut worden, weil der TüV wegen Baufälligkeit sein Veto eingelegt hatte. „Den brauchen wir aber, um den Jugendlichen etwas zu bieten“, sagt Baurhenne, „da oben können die immer so schön posen.“ Das Problem: Der Turm kostet rund 16  000 Euro. Es gibt zwar schon Sponsorengelder, noch reicht das Geld aber nicht.

Das Freibad ist im Besitz der Gemeinde Kropp. Bürgermeister Stefan Ploog hat in der Vergangenheit auf die Notwendigkeit des Bades hingewiesen, aber auch deutlich gemacht, dass es sich um eine freiwillige Leistung der Gemeinde handle. Und da in Kropp eine ganze Reihe von kostspieligen Pflichtaufgaben zu erledigen sind, befürchten die Wasserfreunde wohl nicht zu Unrecht, dass ihr Lieblingsprojekt zu kurz kommen könnte.

Diese Befürchtung wurde nicht zuletzt durch ein Gutachten bestätigt, das ein Rendsburger Unternehmen im Sozialausschuss vorgestellt hat. Ergebnis: Ein Neubau würde zwischen 3,8 und 8 Millionen Euro kosten – je nach gewünschter Ausstattung. „Bei solchen Summen ist es in naher Zukunft aussichtslos, in der Gemeindevertretung eine Mehrheit zu bekommen“, weiß Baurhenne.

Aber es geht nach Einschätzung der Wasserfreunde auch günstiger. „Schwimmer sind nicht so anspruchsvoll“, sagt der Vorsitzende. Es müsse ja nicht unbedingt ein Neubau sein. Allerdings müssen die Technik auf den neuesten Stand gebracht, die Umkleideräume saniert und vor allem die Fliesen erneuert werden. „Die sind hin“, sagt Baurhenne, „jedes Jahr erneuern wir rund 1000 Stück vor der Saison – und sind dann immer mit der Flex unterwegs, um scharfe Kanten abzuschleifen, damit sich niemand verletzt – da muss dringend etwas passieren“.

100 Mitglieder haben die Wasserfreunde inzwischen - und sind immer weiter auf der Suche nach Mitgliedern, Spendern, Sponsoren und Ideen. „Wir wollen der Gemeinde ein Konzept vorlegen, das maximal 1,5 Millionen Euro kostet und Kropp ein funktionierendes Freibad beschert“, definiert Baurhenne das Ziel. Am kommenden Mittwoch soll deshalb um 19 Uhr eine Ideenwerkstatt im Freibad stattfinden. Anmeldungen (es wir auch gegrillt) nimmt René Schmidt per E-Mail unter reneschmidt@kropp.dlrg.de entgegen.

„Wir kennen keinen Stillstand, sondern sind immer aktiv für unser Freibad, damit unsere Kinder auch in Zukunft in Kropp das Schwimmen und Rettungsschwimmen erlernen können“, betont Baurhenne. Es geht um Lebensrettung, Gesundheitsvorsorge, Freizeitspaß und eine attraktive Gemeinde. Dafür setzen sich die Wasserfreunde ein.

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erstellt am 22.Aug.2015 | 07:15 Uhr

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