Rügge : Was wird aus Steinzeithaus?

Das Steinzeithaus von Rügge kann die Last seines Grasdaches kaum noch tragen und soll in die Hände der Gemeinde übergehen. Foto: Kuhl
Das Steinzeithaus von Rügge kann die Last seines Grasdaches kaum noch tragen und soll in die Hände der Gemeinde übergehen. Foto: Kuhl

Vergangenheit und Zukunft hielten sich in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in Rügge die Waage. Das Steinzeithaus soll in die Hände der Gemeinde übergehen.

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12. Dezember 2008, 11:45 Uhr

Rügge | Das Steinzeithaus von Rügge soll unter die Regie der Gemeinde gestellt werden. Die Vertretung kündigte den entsprechenden Vertrag mit dem Bund Deutscher Pfadfinder, deren Interesse an dem unauffälligen Haus neben der Schule stark nachgelassen hat. Auch scheinen das Ständerwerk und die Lehmwände unter dem Gewicht des Grasdaches nachzugeben.

Um das Haus, das bereits Anziehungspunkt von Busreisen ist, zu erhalten, will Bürgermeister Nikolaus Vogt Kontakt mit der Museumsleitung in Haithabu aufnehmen, um von dort Erfahrungen abgreifen zu können. Auch der Einsatz von Ein-Euro-Kräften ist in diesem Zusammenhang im Gespräch. Nach Wiederherstellung und Pflege des Hauses soll es ins kulturelle Leben der Gemeinde eingegliedert werden.
Verwaltungsteil klettert
Die Gemeindevertretung gab einen 250-Euro-Zuschuss der Volks- und Raiffeisenbank Süderbrarup an Bürgermeister Vogt weiter. Dieser hatte in jahrelangen Recherchen eine Familienchronik der Gemeinde erarbeitet. Das etwa 260 Seiten starke Werk wird zurzeit in Bremen in einer Auflage von 75 Stück gedruckt und soll noch vor Weihnachten erscheinen. Durch die Spende der Bank wird der Verkaufspreis vermutlich bei 25 Euro oder darunter liegen.

Einstimmig verabschiedeten die Mandatsträger den Nachtragshaushalt dieses Jahres. Durch erhöhte Steuereinnahmen kletterte der Verwaltungsteil von 169700 auf 196600 Euro. Investitionsmaßnahmen in der "Alten Schule" zur Einrichtung einer Kinderkrippengruppe lassen den Vermögensetat von 7600 auf 13 100 Euro ansteigen.

Bürgermeister Vogt kündigte einen möglichen Straßenausbau in Fraulund an - wenn die Kabelbauarbeiten der Eon genehmigt werden. Er teilte ferner mit, dass es am 17. Dezember, 20 Uhr, auf der Welle Nord im Rahmen der Topographie um Rügge gehen wird.

Gekündigt wurde der Vertrag für den Kindergarten Scheggerott, um eine bessere Verhandlungsposition mit dem noch zu gründenden Kindergartenträgerwerk zu bekommen.

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