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Jübek : Was wird aus dem Grundstück an der Großen Straße?

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Jübeks Pläne für einen neuen Einkaufsmarkt scheitern am Einwand der Landesplanung in Kiel.

Das schöne, zentral gelegene Grundstück an der Großen Straße in Jübek hatte die Gemeinde ursprünglich erworben, um dort die Einkaufsmöglichkeiten auszuweiten. „Es ist gekauft und bezahlt“, betonte Bürgermeister Herbert Will in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend, „aber die Landesplanung hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“. Das alte Konzept lässt sich jetzt nicht mehr umsetzten. Es bleibt nun die Frage, was mit dem 7600 Quadratmeter großen Grundstück geschehen soll.

Dass das Grundstück nicht brach liegen soll, da sind sich die Gemeindevertreter einig. Es muss, in welcher Form auch immer, entwickelt werden. „Es gibt viele Dinge, die man hier machen kann“, erklärt der Bürgermeister und präsentiert seine Überlegungen: „Sozialer Wohnungsbau, ein Mehrgenerationenhaus, ein Park mit Spielgeräten in dem auch der alte Baumbestand erhalten bleibt. Es gibt viele Möglichkeiten – die schlechteste ist, das Grundstück liegenzulassen.“ Hartmut Bartels schlägt vor, die Bürger in den Prozess der baulichen Entwicklung einzubeziehen. Dieser Vorschlag stieß auf durchweg positive Resonanz. Alle Jübeker sind nun aufgerufen, ihre Ideen bis zum 31. Dezember vorzubringen. Die Vorschläge nehmen Herbert Will und sein Stellvertreter Gerhard Andresen entgegen. Im Anschluss ist ein Wettbewerb denkbar, in dem Planungsbüros die eingebrachten Bürgervorschläge weiter denken und detaillierte Optionen aufzeigen – jetzt ist also Kreativität gefragt.

Ralf Lausen, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Arensharde, war erschienen, um in der Gemeindevertretung über den Stand der Schulsituation im Amt zu berichten. Er fasste kurz die Ausgangslage, die Arbeit im Schul- und im Schulunterstützungsausschuss sowie die Entscheidung des Amtsausschusses zusammen. Die Grundschulen seien Dank der gesunden Schülerzahlen Jübek (136), Treia (138) und Schuby (125) sicher. Eine Prognose für die langfristige Zukunft der drei Standorte ist indes nur für die kommenden sechs Jahre sinnvoll. Sie kann die zum jetzigen Zeitpunkt bereits geborenen Kinder mit in die Berechnungen einbeziehen – Prognosen, die über diesen zeitlichen Rahmen hinaus gehen, seien spekulativer Natur.

Herbert Will schloss den Tagesordnungspunkt mit dem Plädoyer, die Beschlüsse des Amtsausschuss als richtungweisend zu bewerten und gemeinsam an guter Nachmittagsbetreuung und optimierter Schülerbeförderung zu arbeiten. „Da wollen wir besser werden, damit die Schüler, die eigentlich bei uns landen sollen, auch tatsächlich bei uns ankommen.“ Die Maßnahmen für die Attraktivität der Grundschule sollen vor allem gegen die Abwanderung von Schülern in Nachbargemeinden wirken.

Die Stromlieferung für die Gemeinden sind für die Jahre 2015 bis 2017 durch das Amt Arensharde ausgeschrieben worden. Die seinerzeit geschlossenen Verträge laufen Ende des Jahres aus und müssen für die kommenden Jahre neu verhandelt werden. Die Gemeindevertretung hat einstimmig beschlossen, dass auch diesmal die Bedarfe der Gemeinden, der Amtsverwaltung und deren Liegenschaften gebündelt ausgeschrieben werden sollen, um den Strom zu günstigeren Tarifen erwerben zu können. Das Amt wurde beauftragt, die europaweite Ausschreibung zu übernehmen.

Die geplante Bike  &  Ride-Anlage wird demnächst den maroden Wellblechunterstand am Bahnhof ersetzten. Dort haben E-Bike-Fahrer die Möglichkeit, ihre Räder aufzuladen. Auf dem Gelände sollen auch zwei Ladestationen für Elektromobile installiert werden. Die Bezahlung des Stroms durch die Nutzer erfolgt mit dem Handy über ein Onlineportal. Die Kosten für die Anlagen belaufen sich auf rund 17  000 Euro, wobei 60 Prozent aus Fördermitteln des Landes stammen. Das Amt wur  de beauftragt, die Mittel zu beantragen.

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