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Schleswiger Nachrichten

16. Dezember 2017 | 18:08 Uhr

Projektwoche : Was will ich einmal werden?

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Viele Abitur-Anwärter wissen heute noch nicht, was sie später beruflich machen wollen. Einige von ihnen fangen erst jetzt an, sich zu informieren. Deshalb veranstalteten die Dom- und die Lornsenschule eine gemeinsame Projektwoche zum Thema Wirtschaft.

von
erstellt am 01.Feb.2014 | 12:45 Uhr

Der frühe Vogel fängt den Wurm, sagt der Volksmund. Das gilt besonders beim Thema Ausbildung. Viele Oberstufenschüler wissen heute aber noch nicht, was sie nach dem Abitur im Sommer machen wollen. Einige von ihnen fangen erst jetzt an, sich zu informieren, welche Möglichkeiten ihnen überhaupt offen stehen. Aus diesem Grund veranstalteten jetzt die Dom- und die Lornsenschule – wie bereits seit zehn Jahren – eine gemeinsame Projektwoche zum Thema Wirtschaft. Dabei bekamen 450 Schüler der zwölften Klassen beider Schulen die Chance, in die Wirtschaft hineinzuschnuppern.

„Die Berufsvorbereitung ist ein enormer Schwerpunkt für uns“, sagte Lornsen-Schulleiterin Erdmut Fox gestern zum Abschluss der Projektwoche. Verschiedene Praktika organisiere die Schule zwar immer wieder, aber innerhalb dieser besonderen Woche könnten sich die Schüler selbst ein Bild vom Traumberuf machen – und möglichst früh eine bestimmte Richtung einschlagen, meinte sie. Lehrer Ulrich Hadré stimmte ihr zu. „Die Schüler lernen die Arbeitswelt schon in der Mittelstufe kennen. Die wirtschaftlichen Hintergründe bleiben dabei aber oft auf der Strecke. Das wird hiermit nachgeholt“, sagte der Organisator der Projektwoche.

„Wir können den Schülern natürlich kein Rundum-sorglos-Paket schnüren“, räumte sein Kollege von der Domschule, Walter Dawid, ein. Die Jugendlichen müssten schon selbst aktiv werden, dabei aber jegliche Unterstützung nutzen. Auch auf Ratschläge ihrer Eltern sollten sie nicht verzichten. Slebst wenn die Jugendlichen so schnell wie möglich eigenständig werden wollen. Deshalb gab es in dieser Woche auch eine gemeinsame Info-Verantstaltung für Schüler und ihre Eltern an der Domschule.

Die Resonanz bei den Schülern ist insgesamt positiv: „Ich hatte vorher noch keine Ahnung, was ich machen will. In dieser Woche konnte ich aber ein Grundwissen aufbauen“, erzählte Jana Bock (16). Durch die Vorträge der 40 Referenten zum Abschluss gestern, „ist man jetzt viel sicherer, in welche Richtung man gehen will“, findet Hannes Marxen (15). Das wiederum ist ganz im Sinne von Organisator Hadré, der im nächsten Jahr die Organisation der Projektwoche abgibt: „Die Woche soll vor allem beim Entscheidungsprozess helfen“, sagt er.

Für die meisten Oberstufenschüler lautete die entscheidende Frage: Ausbildung oder Studium? Dass es aber noch weitere Optionen, wie etwa duale Ausbildungs- oder Studiengänge gibt, war für einige noch Neuland. Andere sind schon weiter mit ihren Planungen: „Viele Berufe kann ich nur nach einem Studium ausüben“, weiß Ole Riebensell, der schon jetzt im „Weltladen“ im Stadtweg jobbt. Deshalb besuchte er auch einen Vortrag der Fachhochschule Kiel. Deren Studienberater Carsten Schlüter-Knauer stellte aber klar, dass ein Studium nicht der leichtere Weg im Gegensatz zur Ausbildung sei, denn „wissenschaftlich gesehen gibt es keine leichten Studiengänge“.

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