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Süderfahrenstedt : Warten auf die Wiedereröffnung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gasthof „Zum Langsee“: Pachtvertrag ist noch nicht unterschrieben, aber der Bürgermeister freut sich auf das neue Betreiberpaar

36  750 Euro erhält die Gemeinde Süderfahrenstedt für Maßnahmen zum Ausgleich der Nachteile durch die neuen Windräder. Dadurch kann der Planer die Arbeiten jetzt ausschreiben, und das Pflanzen von 14 Linden sowie das Anlegen mehrerer Feuchtbiotope rücken näher.

Als Formsache entpuppte sich in der jüngsten Gemeindevertretersitzung auch der Abschluss einer Musterstreitvereinbarung der Kommunen gegen den Kreis. Die Ratsmitglieder hatten hierzu umfangreiche Unterlagen vorher durchgearbeitet. Johann Thomsen erläuterte, dass nach dem neuen Schulgesetz einige Förderschulen für Schüler mit geistiger Behinderung, und zwar die Schule am Markt, die Peter-Härtling-Schule und die Friholtschule in Flensburg, nicht mehr vom Kreis, sondern von den Gemeinden finanziert werden sollen. Das sehe man auf kommunaler Ebene jedoch anders. Nun schließt sich Süderfahrenstedt dem Streitverfahren an und wird das dabei erzielte Ergebnis akzeptieren.

Einstimmig getroffen wurde auch die Entscheidung, den Punkt „Verkauf der gemeindeeigenen Gaststätte“ von der Tagesordnung abzusetzen. Das Thema stelle sich derzeit nicht, weil das Ehepaar Gabriele und Joachim Elsing aus Nübel, das als Wirte der Nübler Gaststätte „Triangel“ bekannt geworden sei, sich als künftiger Pächter auf das Dorf und über den baulichen Zustand des Gasthofs „Zum Langsee“ freue, wie Gemeindevertreter Lars Kristensen ausführte.

Bürgermeister Heinrich Mattsen will die neuen Betreiber und Vereinsdelegierte möglichst bald an einen Tisch bringen: Es müsse ein Eröffnungstermin festgelegt und ausgelotet werden, ob vorher schon für regelmäßige Nutzer eine beschränkte Öffnung möglich sei.

Allerdings musste er sich nicht nur zu diesem Thema harsche Kritik seitens vieler Sitzungsgäste anhören: Sogar die Zeitung habe ihn schon aus einer Vereinsversammlung zitiert, obwohl noch gar kein Pachtvertrag unterschrieben worden sei. Die zurzeit laufende Bürgerumfrage mache angesichts der neuen Sachlage keinen Sinn mehr. Dem widersprach aber der Gemeinderat, weil man für spätere Unterhaltungs- und Sanierungskosten eine Information brauche über den Grad der Wertschätzung dieses Gasthauses in der Bevölkerung.

Einige der Zuhörer wollten vom Bürgermeister zudem wissen, warum er für die gelegentliche Öffnung der Gaststätte einigen keinen Schlüssel ausgehändigt habe. Worin liege konkret der Vertrauensverlust? Heinrich Mattsen bot an, dies im persönlichen Gespräch offenzulegen, ließ sich indes trotz Drängens nicht verleiten, eine öffentliche Schlammschlacht loszutreten.

Reagieren will er allerdings auf dieses massiv vorgetragene Anliegen: Die im Zusammenhang mit den Windrädern entstandenen Straßenschäden müssen sofort beseitigt und nach Lieferung hoffentlich leiserer Rotorblätter in einigen Monaten erneut saniert werden, so die Forderung. Außerdem habe man keine Lust mehr sich Ausreden anzuhören, weshalb nach den Orkanen 2013 immer noch nicht alle Schäden beseitigt seien. Außerdem wünschte man sich einen Newsletter über anstehende Termine, weil Presse, Aushang und Homepage des Amtes einigen nicht genug sind.

Genug hatte allerdings Hendrik Hansen: Nach seinem Tätigkeitsbericht als Vorsitzender des Bau- und Wegeausschusses erklärte er seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik. Bürgermeister Mattsen dankte ihm dafür, dass er vieles angestoßen und verantwortungsvoll gearbeitet habe und wünschte ihm alles Gute.

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