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Schleswiger Nachrichten

21. August 2017 | 14:16 Uhr

Warten auf die Brückenfreigabe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtverwaltung hofft auf Öffnung für Fußgänger nächste Woche

Die Brücke am Campingplatz Schwennau könnte nächste Woche zumindest für Fußgänger wieder geöffnet werden. Damit rechnet Lars Christiansen von der Stadtverwaltung in Glücksburg. Seit dem 17. September 2013 ist das Bauwerk für Kraftfahrzeuge gesperrt und zum Ärgernis der Glücksburger und vieler Gäste seit dem 1. Oktober dieses Jahres nun auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Am 12. Dezember 2013 hatte das Flensburger Ingenieurbüro Bergmann das Bauwerk, das in Glücksburgs Zuständigkeit liegt, geprüft und war im selben Monat zu dem Schluss gekommen: Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit der Brücke sind sehr eingeschränkt. Die Ingenieure vergaben dafür die Zustandsnote 4,0 – die schlechteste Beurteilung für ein Bauwerk.

Der Campingplatzbetreiber Reinhard Skall ging gerichtlich gegen die unangekündigte Brückensperrung vor. Als Platzbetreiber hatte er 2001 mit der Stadt einen Erbbaurechtsvertrag bis 2066 geschlossen. Den Vertrag sah er verletzt und sich seiner Geschäftsgrundlage und Einnahmen beraubt. Denn die Brücke verbindet nicht nur die öffentliche Promenade, sondern auch den vorderen und hinteren Teil des Campingplatzes. Nicht nur die Camper nutzten mit ihren Fahrzeugen diesen Überweg. Auch die Stadt ließ die Fahrzeuge des Bauhofs darüber fahren. Das Pikante: Der Vertrag zwischen Skall und Stadt sieht das Wegerecht nur für Fußgänger und Radfahrer vor. Fahrzeuge hätten demnach überhaupt nicht passieren dürfen.

Wie aus Reihen der Verwaltung gestern verlautete, ist der Rechtsstreit zwischen den Vertragspartnern Stadt und Erbbaunehmer Skall in der Hauptsache beigelegt. Die Stadt wird die Kosten des Verfahrens tragen. Mehr wurde bisher nicht bekannt.

Im Rahmen des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht hatte die Stadt erfahren, dass sie die Brücke im vergangenen Jahr für Kraftfahrzeuge nicht hätte sperren dürfen. „Wenn es um die Gefahrenabwehr geht, damit Verkehrsteilnehmer nicht zu Schaden kommen, sind wir zuständig“, nennt Jan Wiese, Leiter der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Schleswig-Flensburg, den Grund. Seine Behörde habe von dem Vorgang am 25. September dieses Jahres erfahren. Die Glücksburger Verwaltung hätte sie informiert. Daraufhin habe der Kreis, um Unfälle zu vermeiden, die vollständige Brückensperrung am 29. September schriftlich angeordnet, woraufhin die Stadt Glücksburg nach Angaben von Christiansen das Bauwerk am 1. Oktober voll sperrte.

Die inzwischen erfolgten Reparaturen (wir berichteten) hätten nach Angaben der Verwaltung nicht früher erfolgen können, da der Nachtragshaushalt noch nicht genehmigt worden war. Die Freigabe erfolgte nach Angaben der Verwaltung am 6. Oktober – einschließlich des Haushalts 2014.

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erstellt am 16.Okt.2014 | 07:51 Uhr

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