Schleswig/Haddeby : Wandertag der Domschule stärkt Gemeinschaftsgefühl

Hatten Spaß: Anine, Skadi, Ann-Sophie, Sarah, Jakob, Loreen und Fatema aus der 8g.
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Hatten Spaß: Anine, Skadi, Ann-Sophie, Sarah, Jakob, Loreen und Fatema aus der 8g.

Das gesamte Gymnasium machte gestern einen Ausflug zum Wikingermuseum nach Haithabu.

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16. Juli 2015, 07:03 Uhr

Gestern am frühen Morgens gegen 7.45 Uhr ging es los: Die gesamte Domschule machte sich auf den Weg zum Wandertag nach Haithabu. Die Fünft- und Sechstklässler durften mit dem Boot vom Stadthafen aus über die Schlei fahren, alle anderen nahmen den Fußweg. „Wir wollten einmal was mit der ganzen Schule zusammen machen und somit das Gemeinschaftsgefühl stärken“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Karin Wille.

Für die meisten Schüler begann der Tag mit einer Wanderung um das Haddebyer Noor, inklusive Picknick an der Noorbrücke. Die fünften und sechsten Klassen gingen danach in das Museum. „Die haben einen Laufzettel zum Ausfüllen bekommen“, sagte Wille. Die Klassenstufen Sieben bis Neun durften bei der Wikingersiedlung an einer Führung teilnehmen. Achtklässlerin Anine (14) war gestern zum ersten Mal in Haithabu: „Ich weiß auch nicht, irgendwie bin ich mit meinen Eltern vorher noch nie hier gewesen.“ Jetzt war sie von der Führung begeistert: „Die Museumsmitarbeiterin hat uns etwas über das Alltagsleben der Wikinger erzählt, das war voll interessant. Man kann sich heute kaum vorstellen, dass hier mal 1500 bis 2000 Leute gewohnt haben.“ Für sie und ihre Mitschüler der 8g ging es danach noch zum Bogenschießen. Ann-Sophie (14): „Das war super! Ich hätte nicht gedacht, dass man soweit damit schießen kann.“ Lasse (14) hat gleich mehrmals das Ziel getroffen. Sein Erfolgsgeheimnis: „Ich bin einfach gut!“

Die Schüler waren sich einig, dass es wichtig ist, über die Geschichte ihrer Region Bescheid zu wissen. Vom Museum wünschen sie sich allerdings noch mehr Aktionen: „Ich würde gerne mal für ein paar Tage in so einem Haus wohnen, wie die Wikinger, und mich verkleiden“, wünschte sich Skadi (14).

Die Schulleitung war vom Erfolg des Projektes begeistert. „Die Museumsleitung hat uns wirklich toll unterstützt. Außerdem war es schön zu sehen, wie viele wissbegierige und laufstarke Schüler wir haben“, sagte Karin Wille. Auch Schulleiter Georg Reußner war stolz, dass alles so gut geklappt hat: „Es gab zwar vorher Skepsis seitens der Kollegen, aber manchmal muss man einfach mal was ausprobieren.“ Dem stimmte auch Schülerin Anine zu: „Das war alles richtig gut organisiert.“ Und Til (14) fand: „Das ist besser als Schule und das Gemeinschaftsgefühl ist toll.“ Nur einer war nicht ganz zufrieden: „Als ich gehört hab, dass wir hierher kommen, hatte ich keinen Bock. Ich war hier schon so oft“, meinte Rafael (14).

Georg Reußner hingegen hat selbst noch etwas dazugelernt: „Ich war bei den elften Klassen, die sich am Karberg die Kriegsgräbergedenkstätte angeschaut haben. Die wurde gleichzeitig mit dem Bau der B76 dort errichtet. Das wusste ich noch nicht.“

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