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Schleswig : Wahl ausgezählt: Neustart für den Seniorenbeirat

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Beirat erstmals per Briefwahl gewählt / Mehr als ein Drittel aller Bürger über 60 Jahren beteiligte sich

von
erstellt am 16.Jun.2015 | 07:49 Uhr

2611 Bürger haben in den vergangenen Wochen ihren Stimmzettel für die Seniorenbeiratswahl ins Rathaus geschickt. Das sind fast genau ein Drittel aller Wahlberechtigen über 60 Jahre. Die Wahlbeteiligung lag damit zwar niedriger als bei Bundestags- oder Kommunalwahlen, sie war aber fast so hoch wie bei den Europawahlen im vergangenen Jahr – und sie lag um ein Vielfaches über der Beteiligung an den letzten Wahlen zum Seniorenbeirat 2011. Damals hatten 70 Bürger die Wahlversammlung besucht.

Im vergangenen Jahr hatte der Rat dann eine Reform des Gremiums beschlossen. Erstmals waren die Schleswiger Senioren nun aufgerufen, ihre Vertreter per Briefwahl zu bestimmen, jedenfalls teilweise. Denn neu ist auch, dass Vereine und Verbände, die in sich in der Seniorenarbeit engagieren, Mitglieder für den Seniorenbeirat vorschlagen können. Diese Kandidaten standen nun noch nicht zur Wahl. Sie werden im Juli von der Ratsversammlung bestimmt.

Die Beteiligung an der Briefwahl indes hat die Erwartungen übertroffen. Mehrere Rathaus-Mitarbeiter verstärkten den ehrenamtliche Wahlvorstand um Rudolf Schumann und Elenore Gaudich, der gestern fünf Stunden lang auszählte. Dann stand das Ergebnis fest. Die 72-jährige Karin Schleiffer erhielt mit 1472 Stimmen das beste Ergebnis, gefolgt von Muazzez Demiryürek (1358 Stimmen) und Hanns-Peter Arp (1281 Stimmen). Außerdem gewählt sind Reiner Schmedemann, Hans-Uwe Stern, Annita Vollertsen, Holger Mertner, Johannes Koch und Gunther Schütze.

Damit steht der Seniorenbeirat vor einem nahezu kompletten Neustart. Die 87-jährige Annita Vollertsen ist das einzige Mitglied, das dem Gremium schon bisher angehörte. Der Vorsitzende Ulrich Sethe und Herbert Barz hatten nicht mehr kandidiert. Achim Diesel scheiterte bei der Wahl knapp und ist nun erster Nachrücker, falls jemand aus dem Seniorenbeirat ausscheidet.

Der vor drei Jahren zurückgetretene ehemalige Vorsitzende Malte Nelson könnte in den Seniorenbeirat zurückkehren, wenn die Ratsversammlung im Juli die von den Vereinen und Institutionen vorgeschlagenen Mitglieder wählt. Die Arbeiterwohlfahrt hat ihn ins Rennen geschickt. Außerdem sind benannt: Uwe-Dieter May (SoVD), Jan Podgorski (Diakoniewerk Kropp), Reimer Witt (Friedrichsberger Bürgerverein), Uwe Gätje (Kreissportverband), Kirsten Schmidt Holländer (Pflegeverbund) und Hans Peter Scheibel (Kulturzenrum). Der neue Seniorenbeirat trifft sich zum ersten Mal am 30. Juli und wählt dann seinen Vorsitzenden.

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