zur Navigation springen

Bundeswehr : Waffenausbilder starten von Hohn in den Nordirak

vom

16.000 Gewehre und 500 Abwehrraketen schickt Deutschland in den Irak. Wie die Waffen funktionieren, zeigen Bundeswehrsoldaten vor Ort.

Hohn/Berlin | Die ersten sieben Bundeswehrausbilder für deutsche Waffen im Nordirak werden am Freitagmorgen gegen 8 Uhr vom Nato-Flugplatz Hohn bei Rendsburg abfliegen. „In Erbil sollen die deutschen Soldaten kurdische Ausbilder in Waffen und Gerät in den kommenden Tagen einweisen“, sagte Oberstleutnant Hagen Messer vom Presse- und Informationszentrum des Heeres in Strausberg (Brandenburg). Geliefert werden laut Verteidigungsministerium Pistolen, Maschinengewehre oder Panzerfäuste, für die eine kurze Einweisung ausreicht. Das erste Team besteht aus sechs Soldaten der Luftlandebrigade 26 aus Saarlouis und einem Sanitäter.

Die Bundesregierung hat die Waffenlieferungen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als notwendig beschlossen - auch um weitere Gräueltaten möglichst zu vermeiden. Der Bundestag hat dem mit der Koalitionsmehrheit am 1. September zugestimmt. Die Peschmerga-Soldaten sollen unter anderem 500 Panzerabwehrraketen, 16.000 Gewehre und mehrere Millionen Schuss Munition erhalten.

Insgesamt bereiten sich rund 40 deutsche Soldaten auf die Waffen-Einweisung im Nordirak vor. Die meisten von ihnen gehören zum Fallschirmjägerbataillon 261 aus Lebach (Saarland). Diese werden von Spezialisten des Luftlandeunterstützungsbataillons 262 aus Merzig (Saarland) und der Luftlandepionierkompanie 260 aus Saarlouis unterstützt. „Jeweils Teams von sieben Soldaten sollen sich im Nordirak ablösen“, erklärte Messer. Die Teams würden abgestimmt auf die jeweiligen Waffen- und Materiallieferungen.

Die Waffen-Einweiser ergänzten das bereits in Erbil eingerichtete militärische Verbindungselement, hieß es in einer Mitteilung des Presse- und Informationszentrums des Heeres. Die sechs Soldaten des Verbindungselementes seien für ihre Aufgabe am Generalkonsulat in Erbil im Nordirak abgestellt und unterstünden dem Auswärtigen Amt.

Sie hätten die Aufgabe, die weitere Hilfe Deutschlands vor Ort mit zu koordinieren. „In Abstimmung mit der irakischen Regierung beziehungsweise der kurdischen Regionalregierung unterstützt die Bundeswehr so das Auswärtige Amt bei der Abgabe von zivilen Hilfsgütern und militärischen Rüstungsgütern.“ 

Weil die Waffen und die Ausrüstung komplex sind, sollen Soldaten der kurdischen Streitkräfte auch in Deutschland über einen längeren Zeitraum ausgebildet werden. An der Infanterieschule in Hammelburg (Bayern) beginnt noch im September die Ausbildung an der Panzerabwehrwaffe Milan.Im August waren vom Fliegerhorst Hohn bereits Hilfsflüge der Bundeswehr in den Nordirak gestartet. Mehrere Transall-Maschinen brachten den Menschen dort Sanitätsgüter und Lebensmittel.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 15:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen