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Real-Einkaufszentrum Schleswig : Wachstum auf der grünen Wiese

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bauarbeiten für Erweiterung des Real-Einkaufszentrums beginnen noch vor den Sommerferien. Auch der Altbau wird saniert.

von
erstellt am 02.Mai.2016 | 16:30 Uhr

Die geplante Erweiterung des Real-Einkauftszentrums an der Flensburger Straße soll schon in wenigen Wochen beginnen – voraussichtlich noch vor den Sommerferien. Das kündigte Leopold Ocker vom Hamburger Immobilien-Unternehmen Newport, dem das Gelände gehört, jetzt auf SN-Nachfrage an. „Die Baugenehmigung liegt vor, wir werden alles wie geplant umsetzen“, sagte er.

Das in die Jahre gekommene Einkaufszentrum wird sein Gesicht damit deutlich verändern. Im Mittelpunkt steht der südliche Teil des Grundstücks, der bislang ein Schattendasein fristet. Hier soll eine große zusätzliche Ladenzeile entstehen – mit einer 2000 Quadratmeter großen Filiale des Modediscounters Adler als Mittelpunkt. Auch das Zoogeschäft Petersen, das schon jetzt auf dem Grundstück beheimatet ist, soll in die neue Ladenzeile umziehen. Das alte Petersen-Gebäude mit seinem undichten Flachdach wird dann abgerissen. Auch die übrigen Mieter stehen schon fest: Der Schuh-Park wird vom benachbarten Lattenkamp auf der anderen Seite der Flensburger Straße hierhin wechseln. Die Nord-Ostsee-Sparkasse verlegt ihre Zweigstelle in der Breslauer Straße ins Einkaufszentrum. Die Entwürfe, die Newport vorgelegt hat, zeigen zudem eine Filiale der Modekette „mister.lady“. Von den bisherigen Baute auf dem Südteil des Grundstücks bleiben nur die Tankstelle und die Autowaschstraße stehen. So entsteht Raum für zusätzliche Parkplätze.

Insbesondere die geplanten Bekleidungsgeschäfte hatten in der Schleswiger Kommunalpolitik für Gesprächsstoff gesorgt. Als Ocker seine Pläne Ende des vergangenen Jahres im Bauausschuss vorstellte, waren die Reaktionen verhalten. Die Kommunalpolitiker befürchteten negative Auswirkungen auf die Innenstadt. Die Fraktionen erbaten sich Bedenkzeit. Im Februar stimmten sie dann doch zu – auch weil sie die Erweiterung kaum hätten verhindern können. Weite Teile des Vorhabens hätten sich auch im Rahmen des schon seit vielen Jahren gültigen Bebauungsplanes umsetzen lassen. Zudem wies Bürgermeister Arthur Christiansen darauf hin, dass der Investor die Bedürfnisse der Stadt Schleswig sehr ernst genommen habe. Media-Markt habe zum Beispiel sehr starkes Interesse daran gehabt, vom Schleicenter an den Stadtrand umzuziehen. Aus Rücksicht auf die Innenstadt habe man aber auf diesen Mieter verzichtet, erklärte Ocker gegenüber den Bauausschuss-Mitgliedern. Der Verzicht ist nun in einem städtebaulichen Vertrag festgeschrieben.

Zur Höhe der geplanten Investitionen machte er keine Angaben. Bereits Mitte des kommenden Jahres soll die neue Ladenzeile eingeweiht werden. Newport plant, auch das bestehende Warenhaus zu sanieren, damit Alt- und Neubau mit einem einheitlichen Erscheinungsbild glänzen. Das Hamburger Unternehmen hatte die Immobilie mit Real als Hauptmieter 2014 gemeinsam mit mehreren anderen Warenhäusern in ganz Deutschland erworben und machte in Schleswig „strukturelle Defizite“ aus, die nun mit der Erweiterung behoben werden sollen. Im Warenhaus seien die Umsätze in den vergangenen Jahren spürbar zurückgegangen. Grundsätzlich bleibe es „ein besonderer Standort mit überregionaler Bedeutung“.

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