Trotz neubau in Flensburg : VR Bank bekennt sich zu Schleswig

Ziehen eine positive Bilanz: Die Vorstände Ralf Pschibul (links) und Michael Möller vor der Schleswiger VR-Bank-Zentrale.
Ziehen eine positive Bilanz: Die Vorstände Ralf Pschibul (links) und Michael Möller vor der Schleswiger VR-Bank-Zentrale.

Die VR Bank Flensburg-Schleswig errichtet Neubau in Flensburg – die Zentrale aber bleibt an der Schlei.

von
21. Mai 2015, 07:31 Uhr

Die VR Bank Flensburg-Schleswig will ihre Marktanteile in Flensburg weiter ausbauen. „Wir sehen dort große Wachstumspotenziale und wollen ein Stück weit angreifen“, sagte Vorstand Michael Möller gestern. Als Signal dafür gilt der geplante Neubau an der Förde. In das Projekt an der Friedrich-Ebert-Straße/Ecke Bahnhofstraße (gegenüber vom Deutschen Haus) will die Bank 15,5 Millionen Euro investieren. In den nächsten Tagen sollen die Aufträge vergeben werden, die Fertigstellung ist für den Herbst 2016 vorgesehen. Am Abend zuvor hatten Möller und sein Vorstandskollege Ralf Pschibul die jüngsten Informationen zum Bauvorhaben bereits auf der Vertreterversammlung des Genossenschaftsinstitus präsentiert.

Möller wird seinen Dienstsitz nach Flensburg verlegen, und auch Pschibul wird dort zumindest ein Büro bekommen. „Die Zentrale aber wird in Schleswig bleiben“, stellte Möller klar. Während hier deutlich mehr als 100 Mitarbeiter tätig seien, würden es in Flensburg auch künftig nur etwa 30 bis 35 sein.

Rundum zufrieden zeigten sich die beiden Vorstände mit den Ergebnissen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Sowohl beim Kreditvolumen, das erstmals die Milliardengrenze überstieg, als auch bei den Einlagen verzeichnete die Bank starke Zuwächse (siehe Infokasten). „2014 war eines der stärksten Jahre in der Geschichte der VR Bank“, sagte Möller. Das Geschäft mit den Erneuerbaren Energien und die Baufinanzierung hätten maßgeblichen Anteil an der guten Bilanz. Das Institut schüttet an seine Genossen wie in den Vorjahren eine Dividende von sechs Prozent aus. Allerdings kündigten die Vorstandsmitglieder an, die Dividende im nächsten Jahr möglicherweise zu kürzen. Hintergrund sei das Basel-III-Abkommen, das eine höhere Eigenkapitalquote vorschreibe.

An den Filialen will die VR Bank zumindest in diesem und im nächsten Jahr nicht rütteln. Zwar würden die Geschäftsstellen immer weniger genutzt, dennoch verlangten die Kunden weiter nach Ansprechpartnern und bekannten Gesichtern vor Ort, erklärte Möller. Er machte jedoch keinen Hehl daraus, dass das Filialnetz in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand komme.

Die Beratung und Betreuung vor Ort ist möglicherweise ein Grund für das positive Ergebnis der Kundenbefragung, die die Bank im vergangenen Jahr vorgenommen hat. Demnach zeigten sich mehr als 85 Prozent der Befragten zufrieden mit ihrem Geldinstitut. „Damit befinden wir uns auf einem sehr guten Niveau“, so Möller.

Das gute Geschäftsjahr überzeugte offenkundig auch die Vertreter der Bank. Sämtliche Beschlüsse auf der Versammlung wurden einstimmig gefasst. Die Aufsichtsräte Klaus Schween, Peter Lorenzen und Hajo Schmidt wurden wiedergewählt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen