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Bernhard Hoëcker in der „Heimat“ : Vor lauter Lachen das Klatschen vergessen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Kurzweilig klärte Komiker Bernhard Hoëcker vor ausverkauftem Haus in der „Heimat“ über Alltagsirrtümer auf.

Bernhard Hoëcker parodiert in der erfolgreichen Comedyserie „Switch“ auf Pro 7 ganz großartige Leute wie Thomas Gottschalk oder Bruce Darnell. Am Sonnabend gastierte er in der „Heimat“ in Schleswig, ohne dabei in andere Rollen zu schlüpfen – und war dabei selbst ganz großartig. Sein aktuelles Bühnenprogramm „Hier liegen Sie richtig falsch“ war so unterhaltsam, dass man vor lauter Lachen mitunter das Klatschen vergaß.

Kurzweilig klärte Hoëcker vor ausverkauftem Haus über Alltagsirrtümer auf. Wussten Sie zum Beispiel, dass das Zeigen eines gestreckten Daumens eine trügerische Geste sein kann? Gerade in der Türkei bedeutet „Daumen hoch“ nicht, dass alles in Ordnung ist, sondern es gilt als obszöne Beleidigung. Auch unter „Public Viewing“ versteht man nicht überall auf der Welt die Übertragung eines Fußballspiels auf großer Leinwand. „In Amerika wird auch die Öffentliche Aufbahrung eines Toten so bezeichnet“, so Hoëcker. Aus dieser Unwissenheit resultierende Missverständnisse wurden von ihm brüllend komisch in Szene gesetzt.

Immer wieder bindet er das Publikum in sein Programm mit ein, indem er es über Wohnort, Beruf, Freizeitverhalten oder Beziehungsstatus ausfragte. Besonders amüsierten den Kölner der Name und die Einwohnerzahl des Heimatortes von Günther und Sophie Nissen. Sönnebüll wurde live im Internet gegoogelt und die beiden durften mit ansehen, wie Hoëcker live den Wikipedia-Eintrag des 278 Seelendorfes änderte, da ja aufgrund der Reise der beiden nach Schleswig tatsächlich an diesem Abend nur 276 Menschen dort ansässig waren (die Änderungen wurden bereits wieder gelöscht).

„Wir waren vor drei Jahren schon mal einmal bei Bernhard Hoëcker, damals in Bredstedt. Wir fanden es so toll, dass ich meinem Mann die Karten zu Weihnachten geschenkt habe“, erzählte Sophie Nissen. Auch dieses Mal waren sie nicht enttäuscht. Hoëcker plauderte sympathisch mit dem Publikum und wusste auch noch nach Stunden, wo der Mann sitzt, der gerne in der Ostsee taucht, oder die Dame, die in der Personalabteilung einer Bank arbeitet. Nur einmal hatte er kurz vergessen, dass er gar nicht in Celle, sondern in Schleswig war. Doch auch aus diesem Malheur befreite er sich: „Na ja, gibt es Schleswig denn noch? Ich hab länger nicht rausgeschaut, aber auf der Herfahrt hatte ich das Gefühl, um die ,Heimat’ herum wird schon abgebaut.“ Mit dem Satz „Ihr ward das beste Publikum des heutigen Abends“ verschwand er von der Bühne, um vorne am Ausgang mit jedem, der möchte, ein Foto zu machen und Autogramme zu schreiben.

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