zur Navigation springen
Schleswiger Nachrichten

18. Dezember 2017 | 08:08 Uhr

Wanderup : Volles Weihnachtsdorf auch im Regen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mehr als 25 000 Besucher kamen zum Wanderuper Adventszauber. Schirmherrin Dora Heldt war begeistert von der Dorfgemeinschaft.

shz.de von
erstellt am 29.Nov.2015 | 17:38 Uhr

Ein ganzes Dorf als Gastgeber – das gibt es in der Weihnachtszeit im Land zwischen den Meeren nur in Wanderup. Mehr als 25  000 Besucher aus ganz Schleswig-Holstein, aus Hamburg und Dänemark schlenderten am Wochenende nach Veranstalterangaben durch den festlich geschmückten Dorfkern und ließen sich von einer besonderen, fast privaten Atmosphäre auf die schönsten Wochen des Jahres einstimmen.

Nach der Eröffnung bei bestem Wetter am Freitagabend und einem trockenen, sonnigen Sonnabend ließen sich die Besucher auch von dem nassen und stürmischen Wetter am Sonntag nicht davon abhalten, die zahlreichen Nischen des Weihnachtsdorfes zu erkunden – die vielen Scheunen, Dielen und Garagen, in denen Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck, Mode und weihnachtliche Leckereien angeboten wurden. Die Feuer-Show am Sonntagnachmittag im Wichtelpark musste wegen des Wetters allerdings abgesagt werden. Weihnachtsdorf-Vorsitzender Walter Both zeigte sich gestern Nachmittag dennoch sehr zufrieden: „Wir hatten tolles Wetter an den ersten beiden Tagen. So viele Menschen schon am Freitagabend wie diesmal hatten wir noch nie im Dorf.“

Zu den beliebtesten Anlaufpunkten zählten der Dörpsplatz mit seiner Bühne, die Weihnachtshalle der Landfrauen, die Angebote rund um das Heimatmuseum und der überdachte Punsch-Hof des Speichers. Auch viele Betriebe des Ortes zeigten mit Aktionen, dass die Wanderuper es verstehen, Advent zu feiern – zum Beispiel im Bärenmarkt bei Mbw oder den Kinderaktionen im team-Baumarkt. Viele genossen auch die Konzerte, unter anderem die Auftritte der „Wacken Fire Fighters“, des Songwriters Georgie Carbutler, der Blaskapelle Uggelharde oder des Polizeichors Flensburg. Karten brauchten nur für zwei Lesungen in der Wanderuper Kirche gekauft werden, etwa für das zweite Gastspiel von Jan Malte Andresen.

Zu den Höhepunkten des Wochenendes zählte aber die Lesung von Schirmherrin Dora Heldt. Sie präsentierte eine bittersüße, humorvolle Weihnachtsgeschichte von einem großen Familientreffen über die Festtage auf Sylt. Dort in ihrer Heimat wird die bekannte Bestsellerautorin auch selbst wieder Weihnachten feiern. „Bei uns läuft das natürlich ganz anders ab, dennoch möchte ich mich bei meinen Eltern, die hier sind, entschuldigen“, sagte Dora Heldt schmunzelnd. Beide Lesungen, die immer wieder für herzhaftes Lachen in der Kirche sorgten, wurden stimmungsvoll weihnachtlich von Marquardt Petersen auf der Trompete und von Maximilian Kutsche an der Orgel begleitet.

Der Erlös ist wie der von weiteren Benefiz-Aktionen für die Unterstützung der Kinderhospizdienste im Land bestimmt. Für diese konnten auch 20  000 kleine Wichtel für eine Spende von je einem Euro mit nach Hause genommen werden. Diese lieben kleinen Geister, die Gutes tun, sind die Botschafter des Weihnachtsdorfes. Am Eröffnungsabend wurden im Wichtelpark die Holz-Skulpturen der beiden Wichtel-Typen dieses Jahres eingeweiht. Auf einer Holzbank sitzen die beiden jeweils 180 Kilogramm schweren Figuren, die Oma- und Opa-Wichtel darstellen. Die kleinen Wichtel, die noch kein neues Zuhause gefunden haben, können Mittwoch beim Heimspiel der SG Flensburg-Handewitt erworben werden. Dort werden die Engel und Bengel, die die Wichtel anbieten, für den guten Zweck noch einmal unterwegs sein.

„Ich bin so beeindruckt von dem Engagement dieser Dorfgemeinschaft, die zeigt, dass wir uns gerade in dieser Zeit, da die Welt verrückt spielt, auf Werte wie Weihnachten besinnen sollten“, sagte Dora Heldt. Gleiches betonte auch Bürgermeisterin Ulrike Carstens: „Die Geborgenheit ist doch das Wichtigste, gerade zur Weihnachtszeit.“ Echte Weihnachtsfreude und eben diese Geborgenheit ziehen jedes Jahr so viele Menschen am ersten Adventswochenende ins Weihnachtsdorf. „Glück vermehrt sich, wenn man es teilt. Die Wanderuper zeigen, wie das geht“, sagt Dora Heldt. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen