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21. und 22. Juli : Volles Risiko für „Schleswig swingt“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am 21. und 22. Juli veranstaltet Ingo Harder „Schleswig swingt“ erstmals komplett auf eigene Rechnung – und hofft, dass beim Stadtfest alles gut geht.

50 Jahre ist es her, dass eine Beat-Band aus Münster einen Weltrekord aufstellte: 240 Stunden – zehn Tage am Stück – standen die „Dandys“ in einem Gasthof in ihrer Heimatstadt auf der Bühne. Der Rekord ist bis heute ungebrochen. Und die „Dandys“ gibt es immer noch. Dass sie in gut zwei Wochen bei „Schleswig swingt“ auf der Kornmarkt-Bühne spielen, verdanken sie ihrem Bassisten Dieter Kemmerling – der nämlich stammt aus Kropp und träumt schon seit Jahrzehnten von einem Stadtfest-Auftritt in seiner Heimat.

Ingo Harder erfüllt ihm diesen Traum. Die „Dandys“ gehören zu den 27 Bands und Einzelkünstlern, die er für das Stadtfest am Freitag und Sonnabend, 21. und 22. Juli, engagiert hat. Hinzu kommen DJs und Tanzgruppen. Dabei setzt er auf eine Mischung aus bewährten und neuen Acts. Zuverlässige Publikumsmagneten aus der Region wie „Murphy’s Law“ oder die „Sheeps E-Band“ sind wieder an Bord. Wehmut wird mitschwingen beim traditionellen Auftritt der Altrocker von „Conventional Sound“. Mit den Männern um Frontmann Peter Dernehl wird es kein Wiedersehen geben. Die Band will sich im kommenden Februar aufs Altenteil zurückziehen.

Aber es kommen auch immer wieder neue Musiker dazu. „Wir haben sechs Wiederholungstäter“, sagt Ingo Harder. „Für alle anderen ist der Auftritt bei ,Schleswig swingt‘ eine Premiere.“ Neu ist auch, dass Harder das Stadtfest alleinverantwortlich veranstaltet, nachdem er sich von seinem Geschäftspartner Helmut Kruse getrennt hatte. Für die Buchung der Bands hat sich Harder Unterstützung von einem Mann geholt, der in der Schleswiger Musikszene bestens vernetzt ist: Cem Sadik, der Schlagzeuger der „Steve Breit Band“.

Das wirtschaftliche Risiko aber trägt Harder nun alleine. Und dieses Risiko ist nicht gering. „Letztes Jahr sah ich mich nach dem Sturzregen am Freitagabend schon beim Insolvenzverwalter sitzen“, bekennt er. Für die Veranstaltung rechnet er insgesamt mit Kosten von 60  000 Euro. Wegen erhöhter Sicherheitsauflagen könne es sogar noch etwas mehr werden. Ein Drittel der Kosten ist durch Sponsorengelder und Standmieten gedeckt. Die restlichen 40  000 Euro muss Harder nach eigenen Angaben mit dem Getränkeverkauf erwirtschaften. Der Eintritt ist frei. Öffentliche Zuschüsse gibt es nicht. Seine Entscheidung, das Stadtfest auf den Bereich zwischen Capitolplatz und Gallberg zu beschränken, ist deshalb vor allem eine Kostenfrage. Mehr Fläche würde auch bedeuten, dass er für die Musikrechte mehr Geld an die Gema überweisen müsste. So bleibt es bei drei Hauptbühnen auf dem Capitolplatz, auf dem Kornmarkt und am Gallberg. Hinzu kommt eine Kleinkunstbühne in der Mönchenbrückstraße in Höhe des Mühlenbachs und eine Discobühne mit DJ-Musik bei der Nospa. Das Programm auf den Bühnen wird an beiden Abenden eine Stunde länger laufen als sonst. Mit Genehmigung des Ordnungsamtes spielen die Bands diesmal bis um 1 Uhr. Der Grund ist das Nospa-Open-Air am Sonnabend auf der Gottorfer Schlossinsel. Die Besucher des Popkonzerts sollen die Chance haben, nach den Auftritten von Glasperlenspiel, Max Giesinger und Frida Gold noch einen Abstecher zum Stadtfest in der Innenstadt zu machen.

 

Freitag, 21. Juli

Capitolplatz

 18 Uhr: The Baltic Scotts

 20.30 Uhr: SOULution

 23 Uhr: Rockn’ Bones

 

Kornmarkt

 18 Uhr: Chili con Peppers

 20 Uhr: Big Harry

 22.30 Uhr: 4Rocks

 

Gallberg

 18.30 Uhr: The QUE

 21 Uhr:  Rückkopplung

 23.30 Uhr: Kompliment

 

 

Mühlenbach

(Kleinkunstbühne)

 18 Uhr: Der Kensbock

 20 Uhr: Christoph Bachmann

 22.30 Uhr: Black’n’Blond

Sonnabend, 22. Juli

Capitolplatz

 18 Uhr: Guilty Deafness

 20.30 Uhr: Straight Back

 23 Uhr: Murphy’s Law

 

Kornmarkt

 18 Uhr: Johnny Stone

 20 Uhr: The Dandys

 22 Uhr: Conventional Sound

 

Gallberg

 18.30 Uhr: Sheeps E-Band

 21 Uhr: Lagerband 13

 23 Uhr: Steve Breit Band

 

Mühlenbach

 (Kleinkunstbühne)

 14 Uhr: Schräg Gegenüber

 16 Uhr: Jana Música

  18  Uhr: Frank Wöffel

  20 Uhr: Mick’s

 22 Uhr: Bosse Hill

  24 Uhr: Helene Nissen

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erstellt am 05.Jul.2017 | 11:49 Uhr

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