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Schleswiger Nachrichten

19. Oktober 2017 | 15:12 Uhr

Amt Haddeby : Volles Haus beim Amtsfeuerwehrtag

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Wegen des starken Regens wurde der Wettbewerb beim Amtsfeuerwehrtag in Selk kurzerhand ins Festzelt verlegt.

Dass die Feuerwehr im Amt Haddeby improvisieren kann, das bewies einmal mehr der Amtsfeuerwehrtag, der den Höhepunkt von vier Festtagen in Selk bildete. Beim Antreten der Wehren am Sonnabendmittag setzten heftige Schauer ein, sodass nicht nur die Brandschützer samt Besuchter, die Repräsentanten der Gemeinden, des Amtes und auch Kreispräsident Ulrich Brüggemeier mehr als nur nasse Füße bekamen. Kurzerhand entschieden die Brandschützer, die geplanten Wettkämpfe in das Festzelt zu verlegen. Zu groß war die Gefahr, dass die Teilnehmer des Schnelligkeitswettbewerb auf dem nassen Wiesengelände ins Rutschen kommen. „Sicherheit geht vor“, sagte Kreisjugendwart Ralf Hansen.

Anstatt der gewohnten Schnelligkeitsübung der acht Wehren wartete nun ein Säge- und Hämmerwettbewerb, der bestens zum zünftig in bayerischen Farben dekorierten Festzelt passte. Zügig waren Blattsägen, Holzböcke, Bohlen, Hammer und Nägel von den Brandschützern organisiert und aufgebaut, sodass niemand lange warten musste. Die Stimmung unter den rund 300 Besuchern war bestens.

Dass die Brandschützer in ihrer Arbeit eigentlich auch ohne elektrische oder benzinbetriebene Kettensägen auskommen könnten, offenbarte das folgende Wettsägen. Es waren Muskelkraft, handwerkliches Geschick, technisches Können und vor allem der Einklang der Akteure gefragt. Alle Wehren waren schnell – nur die Geltorfer war schneller. Die Mannschaft, die von Wehrführer Andreas Schmidt lautstark angefeuert wurde, zog das Sägeblatt butterweich durch den tellergroßen Holzstamm.

Nach 46 Sekunden und unter tobenden Applaus des Publikums fiel der Brocken zu Boden. Beim anschließenden Hämmern wurden die zwei Stahlnägel zügig in einem Pfosten versenkt – und auch der Reaktionstest, den Walter Jähde von der Kreisverkehrswacht kurzerhand als Königsdisziplin im Wettstreit der Wehrführer vorbereitet hatte, fiel mit 38 Sekunden für Geltorfs Feuerwehrchef „Bagger“ bestens aus. Alle drei Disziplinen schafften sie in einer Minute und 21 Sekunden. Für diese Leistung gab es am Abend den Wanderpokal und die Goldmedaille am Bande. Auf dem Silberplatz landete die Feuerwehr aus Jagel, die mit 1:24 Minuten punktete. Den dritten Platz belegten die Gastgeber aus Selk mit 1:25 Minuten. Weitere Platzierungen: 4. Feuerwehr Busdorf (1:26), 5. Feuerwehr Dannewerk (1:32), 6. Feuerwehr Lottorf (1:34), 7. Jugendfeuerwehr Borgwedel (1:38), 8. Feuerwehr Fahrdorf (1:39), 9. Jugendfeuerwehr Busdorf (1:46), 10. Jugendfeuerwehr Borgwedel (2:04).

Zünftige Oktoberfeststimmung offenbarte ebenso der Bayerische Abend, der bei sommerlichen Temperaturen am Freitag mehr als 650 Besucher nach Selk lockte. Das Festzelt platzte aus allen Nähten. Bereits beim ersten Ton, den die 50 Musikerfreunde der Blaskapelle aus dem bayrischen Unterreitnau anstimmten, standen die Zuschauer auf den Bänken.

Bis zum Sonnenaufgang hielten die Bayern im warmen Festzelt durch: Mehr als fünf Stunden präsentierten sie Musik, Gesang und humorvolle Unterhaltung. Beim Wettstreit im Jodeln, Schuhplattlern und Bierkrugstemmen hatte Selks Wehrführer Uwe Stolley die Nase vorn, gefolgt von Bürgermeister Klaus Dietrich und Jugendbläser-Vorsitzender Florian Einicke, die alle gemeinsam den tobenden Applaus der Zuschauer erhielten. Den Abschluss der Festtage in Selk bildete der Gottesdienst, zu dem Haddebys Pastor Kai Hansen mehr als 100 Besucher begrüßte. Mit dem bayerischen Frühschoppen und einer Oldtimer-Präsentation klang die Veranstaltung gestern Nachmittag aus. Amtsvorsteher Frank Ameis lobte das Zusammenspiel von Gemeinde und Feuerwehr. „Das, was ihr hier in Selk auf die Beine gestellt habt, ist einfach großartig.“
 

Folgende Mitglieder der Wehren wurden geehrt oder befördert: Mathias Schröder aus Fahrdorf wurde zum Oberlöschmeister ernannt.  Die beiden Jageler Brandschutzerzieher Mark Ketelsen und Martin Schroer wurden mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet.  Das Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber erhielten Löschmeister Holger König aus Dannewerk, Löschmeister Heiko Mees aus Dannewerk und Oberfeuerwehrmann Wolfgang Clausen aus Lottorf. Das Brandschutz-Ehrenzeichen in Gold am Bande erhielten Löschmeister Holger Popp aus Dannewerk, Löschmeister Manfred Otto aus Geltorf, Hauptfeuerwehrmann Joachim Lenk aus Selk, Hauptbrandmeister Joachim Tönjes aus Jagel und Oberfeuerwehrmann Johannis Henningsen aus Selk.

















 

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