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Meggerdorf : Voll besetztes Taxi stürzt in Fluss und sinkt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Taxifahrer verliert in einer engen Kurve die Kontrolle über den Wagen und fährt in eine Schleuse: In Meggerdorf (Kreis Schleswig-Flensburg) müssen sich sechs Menschen aus dem Wasser befreien.

shz.de von
erstellt am 26.Dez.2013 | 10:53 Uhr

Meggerdorf | Die fünf Insassen und der Fahrer haben einen Schutzengel gehabt – ein Großraumtaxi ist am Donnerstagvormittag in Meggerdorf (Kreis Schleswig-Flensburg) in die Sorge gestürzt. Das Fahrzeug kam aus Richtung Pahlen und war nach Polizeiangaben gegen 4.30 Uhr auf der Bundesstraße 202 in einer engen Kurve im Bereich „Sandschleuse“ von der Fahrbahn abgekommen. Direkt am Sielzug stürzte das Auto ins Wasser. „Es versank in drei Meter Tiefe“, berichtet Rüdiger Sibbersen, diensthabender Schichtführer von der Leitstelle Nord in Harrislee bei Flensburg.

Die Feuerwehren Bergenhusen und Erfde eilten zum Unfallort wie auch zwei Notarzt- und drei Rettungswagen. „Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren bereits alle aus dem Taxi herausgekommen, sie konnten sich selbst befreien“, so Sibbersen weiter. Einzig der Fahrer sei mit Unterkühlung und Prellungen ins Rendsburger Krankenhaus gefahren worden. „Die Fahrgäste lehnten eine Behandlung vor Ort ab, die wollten alles lieber allein und auf eigene Faust regeln.“

Noch am frühen Morgen rückte das Technische Hilfswerk (THW) aus Schleswig mit zwei Fahrzeugen an, um das Taxi zu bergen. „Es hatte in den Tagen zuvor viel geregnet, es befand sich viel Wasser in diesem Bereich der Sorge“, berichtet THW-Ortsbeauftragter Peter Schmidt. Die Schleuse wurde für einige Stunden abgeschaltet, bis die neun Mann starke THW-Crew, darunter drei Taucher, das Großraumtaxi aus dem Wasser gezogen hatten.

Der Unfallort hat es in sich: Direkt am Fluss führt die B202 in eine 90-Grad-Kurve. „Das Wetter war tückisch“, berichtet der THW-Ortsbeauftragte. „Es war glatt.“ Allem Anschein nach war der Wagen an dieser Kurve einfach geradeaus weitergefahren. „Und es war neblig“, berichtet der Rendsburger Taxiunternehmer, der nicht mit Namen genannt werden will. „Dass es zu diesem Unfall kam, tut mir echt leid für die Kunden.“ Sein Fahrer habe eine Gehirnerschütterung davon getragen, befinde sich aber auf dem Weg der Besserung.

Nach Polizeiangaben ist die Unfallursache noch nicht geklärt. Nur so viel: „Beeinträchtigungen durch Alkohol oder andere Substanzen konnten bei dem Fahrer nicht festgestellt werden.“

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