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Konzeptstudie für das Theater-Grundstück : Volkshochschule, Bücherei, Hotel und Senioren-Wohnungen in den Lollfuß?

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Was wird aus dem Theater-Grundstück am Lollfuß? Am Montagabend stellt ein Frankfurter Planungsbüro Ideen vor. Um den Theater-Neubau geht es dabei erst einmal nicht.

Seit mehr als drei Jahren ist das Stadttheater am Lollfuß gesperrt. Einsturzgefahr. Ob es jemals einen Neubau geben wird, steht weiterhin in den Sternen. Es hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich die übrigen Gesellschafter der Landestheater GmbH die Zukunft der Landesbühne vorstellen.

Was auf den übrigen Teilen des Theatergrundstücks geschehen könnte, dazu legte das Berliner Beratungsunternehmen Wüest & Partner am Montagabend eine Konzeptstudie vor.

Folgende Elemente sind darin vorgesehen:

• Kulturhaus mit Bücherei und Volkshochschule.
• Seniorengerechte Mietwohnungen.
• Hotel.

Umsetzen soll das alles ein privater Invester, der noch gesucht wird. Dieser Investor soll auch die Büros und Werkstätten für das Landestheater bauen und dann vermieten – immer vorausgesetzt, das Landestheater hält überhaupt an Schleswig als Verwaltungssitz und Produktionsstätte fest. Derzeit ist die Verwaltung auf der Gottorfer Schlossinsel einquartiert.
Daneben sollen die Nebenflächen des Theaters im Kulturhaus entstehen, das potenziell durch die Stadtbücherei und die Volkshochschule ergänzt werden kann und so einen belebten, kulturellen Nukleus in Schleswig schafft . Ein Café und ergänzende Flächen für das Theater sollen eine Brücke zum eigentlichen Theater schlagen, das den Plänen der Stadt zufolge am Lollfuß 49 wieder aufgebaut werden soll. Die Studie macht allerdings deutlich, dass es in diesem Modell schwierig wird, für das Theater die ursprünglich erhofften 1800 Quadratmetern für Büros und Werkstätten zur Verfügung zu stellen. Stattdessen empfiehlt Gutachter Sven Graven, sollten „möglichst nur kleinere Nebenflächen für das Theater privatfinanziert zur Verfügung zu stellen“.

Darüber hinaus schlägt er auf der Grundlage einer detaillierten Standort- und Marktanalyse den Bau einer barrierefreien Wohnanlage vor. Das ehemalige Theatergelände eignet sich hervorragend für barrierefreies Mietwohnen oder eine Seniorenresidenz. Mittel- und langfristig rechnen Experten mit einer stark wachsenden Zahl an Senioren in Schleswig, für die geeigneter Wohnraum bereitstehen sollte. Dies ließe sich auf dem Areal Lollfuß gut realisieren, da der Standort zentral gelegen ist und die künftigen Bewohner damit von einer ausgezeichneten Versorgungsinfrastruktur profitieren könnten.

Ergänzt werden soll die Bebauung bei Gewinnung entsprechender Betreiber, beispielsweise um ein modernes Lifestyle-Hotel oder ein Tagungshotel. Mit dem Bau eines Hotels können qualitative Angebotslücken in Schleswig geschlossen und zusätzlich touristische Nachfragepotenziale gehoben werden. Zielgruppe sind Kultur- und Städtetouristen, Durchreisende, Geschäftsreisende und Kurz-Urlauber, die auch den Umsatz der Nachbarbetriebe beflügeln. Der Standort am Lollfuß bietet aufgrund seiner Nähe zur Innenstadt, dem Wasserblick zur Schlei und dem kulturellen Angebot im Umfeld ausgezeichnete Vorteile, die – beim Bau eines Hotels – eine weiter steigende touristische Nachfrage erwarten lassen. Alternativ ist auch die Errichtung eines Pflegeheims vorstellbar.

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erstellt am 15.Sep.2014 | 18:00 Uhr

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