Resozialisierungsprojekt in Schleswig : Video: „Anstoß mit Uwe Seeler“

Uwe Seeler gab den Startschuss für das Fußballprojekt „Anstoß für ein neues Leben“ in Schleswig.
Uwe Seeler gab den Startschuss für das Fußballprojekt „Anstoß für ein neues Leben“ in Schleswig.

Das Fußballprojekt „Anstoß für ein neues Leben“ soll jugendlichen Straftätern den Weg zurück in die Gesellschaft ebnen. Das Projekt ist nun in der Jugendanstalt Schleswig gestartet. Mit dabei: Uwe Seeler.

shz.de von
31. Oktober 2014, 18:45 Uhr

Schleswig | Fußball als Weg in eine bessere Zukunft für junge Straftäter: Das soll mit der Initiative „Anstoß für ein neues Leben“ erreicht werden. Die Kieler Justizministerin Anke Spoorendonk (SSW) und Sportminister Stefan Studt (SPD) starteten das Projekt am Freitag in der Jugendanstalt Schleswig mit der Bundesagentur für Arbeit und der Sepp-Herberger-Stiftung. Die jugendlichen Häftlinge sollen über das Engagement für den Fußball zurück in die Gesellschaft finden. Patenverein ist der FC St. Pauli. Auch berufsvorbereitende Maßnahmen gehören zum Projekt.

Als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung war HSV-Legende Uwe Seeler nach Schleswig gekommen. Der 77-Jährige zeigte sich überzeugt, dass „der faire, gute Sport so viele Tugenden hat“, dass er jungen Leuten helfen könne, in ein gesetzestreues Leben zurückzufinden. „Jeder hilft jedem, nur so kann man durchs Leben gehen.“ Das Projekt sei auch ein Beitrag zum Opferschutz, lobte Spoorendonk. Es werde den Gefangenen helfen, nach der Entlassung „draußen“ Fuß zu fassen. Eine erfolgreiche Resozialisierung verhindere neue Straftaten.

„Anstoß für ein neues Leben“ gibt es seit 2008 - „mit großem Erfolg“, befand DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg. Die Beispiele zeigten, dass Brücken gebaut werden. Mit Schleswig-Holstein sei nun der neunte Fußball-Landesverband beteiligt.

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