Stadtweg : Verwirrter Rentner rastete völlig aus

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03. Juli 2013, 11:21 Uhr

Schleswig | Ein psychisch kranker Mann hat Passanten im Stadtweg einen gehörigen Schrecken eingejagt. Am Montag gegen 12 Uhr fiel der Mann dadurch auf, dass er beim Spaziergang durch die Fußgängerzone ein Messer mit einer langen Klinge in der Hand hielt. Die Passanten verständigten die Polizei. Die Beamten konnten ihn zwar nicht mehr antreffen, fanden aber schnell heraus, um wen es sich handelte. Gemeinsam mit einer Amtsärztin suchten sie den Mann in seiner Wohnung auf, dann eskalierte die Situation.

Denn der 72-jährige Bewohner wollte weder die Ärztin noch die Polizisten hineinlassen und verbarrikadierte sich. Erst mit Hilfe eines Schlüsseldienstes konnten die Beamten in die Wohnung gelangen. Daraufhin flüchtete der Mann in ein weiteres Zimmer und verschloss die Tür. Als diese von den Beamten gewaltsam geöffnet wurde, floh er über eine schmale Treppe in das Dachgeschoss und verschanzte sich hinter einer Glastür. Die Beamten, zwischenzeitlich unterstützt durch weitere Streifenwagen-Besatzungen, eilten dem Mann nach.

Der Rentner stieß mehrfach mit einer zirka 1,50 Meter langen und spitz zulaufenden Eisenstange nach den Ordnungshütern, die Stöße konnten aber mit einem Teleskopschlagstock abgewehrt werden. Dann gelang es den Polizisten, den Rentner zu fixieren und am Boden zu fesseln. Dennoch gab er nicht auf. Er setzte sich zur Wehr, trat er nach ihnen und versuchte, einem Beamten ins Bein zu beißen.

Daraufhin wurde der Rentner, der sich nunmehr langsam beruhigte, in den Rettungswagen getragen. Er wurde vorläufig zwangseingewiesen und in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses gebracht. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

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