Verwaltungschef des Kirchenkreises geht in den Ruhestand

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22. Januar 2018, 16:53 Uhr

Humorvoll, fast immer hungrig und hochkompetent in allen Verwaltungsfragen: So charakterisierten viele der Redner Hartmut Krause bei seiner Verabschiedungsfeier im Gemeindezentrum Engelsby. Rund 100 Festgäste aus Einrichtungen des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises, aus der Kirchenkreisverwaltung, den Kirchengemeinden und der Landeskirche haben ihn dort nach 27-jähriger Tätigkeit als kirchlicher Verwaltungsleiter in den Ruhestand geleitet.

Hartmut Krause, der in Angeln geboren und aufgewachsen ist und nach der Schulzeit zuerst Buchhändler lernte, wechselte 1991 aus der Bundestagsverwaltung in Bonn zur Kirche nach Flensburg. Seit 2009 leitete er nach der Fusion die Verwaltung im Kirchenkreis, in der mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Verwaltungsarbeiten für 66 Kirchengemeinden und Einrichtungen von Kindertagesstätten bis hin zur Tagesstätte für Obdachlose übernehmen.

Zu Beginn seiner Tätigkeit für die Kirche habe er Ungewohntes und Skurriles zur Kenntnis nehmen müssen, resümierte er in seiner Abschiedsrede: „Kirchliche Entscheidungsprozesse haben mitunter ihren eigenen Charme.“ Dennoch sei die Stelle sein schönster Job im ganzen Berufsleben gewesen – hohe Gestaltungsmöglichkeiten, ein kreatives Leitungsteam und tolle Mitarbeiter trugen dazu bei. Als direkte Vorgesetzte erlebte Hartmut Krause im Laufe der Jahre zwei Pröpste und drei Pröpstinnen. Besonders dankbar sei er für den fairen und respektvollen beruflichen Umgang und für die persönliche Fürsorge.

Auch in der Ansprache von Pröpstin Johanna Lenz-Aude ging es um Dankbarkeit. Sie sagte: „Hartmut Krause hat es nach eigener Beschreibung gut gehabt, aber auch den Kirchenkreis macht das Leben und Arbeiten von Hartmut Krause dankbar. Und auch mit Humor hat Gott bei ihm nicht gespart“, resümierte sie und erzählte von ihrer allerersten Sitzung, für die sie den dringenden Rat mitbekam, etwas zu Essen hinzustellen. „Sonst kann er unerträglich werden, hatte ein Kollege gewarnt.“ In der Verwaltung hätten sie dann acht Jahre lang Essen geteilt, Arbeit, Probleme und das Leben. „Wir werden Sie vermissen, lieber Herr Krause“, sagte sie.

Pröpstin Rahlf sagte: „Hinter einem manchmal rauen Ton war eine empfindsame Seele zu finden und im Beamtenkörper steckt ein gestählter Fahrradfahrer, der neben Fahrrädern auch Füller, Schuhe und Uhren liebt.“ Trotz Abschiedswehmut zeigte sich Hartmut Krause zuversichtlich, da er die Geschicke der Kirchenkreisverwaltung bei seinem Nachfolger Thomas Schöne-Warnefeld in guten Händen weiß.

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