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„Frei.Wild“ beim Baltic Open Air 2015 : „Verlogene Gutmenschen“: Markige Worte aus Südtirol

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„Frei.Wild“-Frontmann Philipp Burger meldet sich im Streit um seinen Auftritt in Schleswig zu Wort.

Schleswig | Die Streit um den Auftritt der umstrittenen Band „Frei.Wild“ auf dem „Baltic Open Air“ am 28. August schlägt hohe Wellen – bis hin in die Südtiroler Heimat der Musiker, denen ihre Kritiker Nähe zu rechtsradikalem Gedankengut vorwerfen. Den Artikel der Schleswiger Nachrichten über die jüngste Sitzung des Kulturausschusses hat „Frei.Wild“-Frontmann Philipp Burger auf Seiner Facebook-Seite im Internet verlinkt – und gleichzeitig einige Schleswiger Kommunalpolitiker mit scharfen Worten attackiert.

Er fragt: „Wer wählt solche verlogenen Gutmenschen überhaupt?“ Gemeint sind SPD-Fraktionschef Stephan Dose und die grüne Ausschuss-Vorsitzende Babette Tewes. Burger gibt auch gleich eine Antwort, wer seiner Meinung nach diese Wähler sind: „Menschen, die sich gerne wie ein dummes Schoßhündchen führen und verarschen lassen.“ Den Kommunalpolitikern gehe es lediglich „um die Kohle der Steuerzahler und die Anerkennung ihrer Parteigenossen“. Dose selbst reagiert darauf mit nur einem Satz: „Die Aussagen des Herrn Burger lassen tief blicken und bedürfen keiner weiteren Kommentierung.“ Tewes bekräftigt ihre Kritik und sagt: „Herr Burger darf gerne dieser Meinung sein, das gehört zu einer freien Gesellschaft, aber er muss dann auch damit leben, dass wir für Toleranz und Gewaltfreiheit einstehen.“

Gegenüber den Schleswiger Nachrichten macht „Frei.Wild“-Sprecher Hannes Mur vor allem die Medien für das schlechte Image der Band verantwortlich und erklärt sich zugleich solidarisch mit Festival-Veranstalter Daniel Spinler: „Wir bedauern es ganz besonders, wenn Partner, die uns kennen und uns ihr Vertrauen schenken, massiv unter der Kritik zu leiden haben und Nachteile in der Reputation sowie unter wirtschaftlichen Aspekten erdulden müssen aufgrund von Anschuldigungen, die gar nicht sie betreffen, sondern uns und die zudem völlig fehl am Platze sind.“ Die Musiker seien bereit, am Rande des Festivals mit ihren Kritikern in eine „vorbehaltslose konstruktive Diskussion“ zu treten, erklärte Mur.

Polizei und Ordnungsamt haben sich unterdessen bereits in Verbindung gesetzt, um für den Fall gewappnet zu sein, dass während des Festivals Fans und Gegner von „Frei.Wild“ aneinandergeraten. Derzeit erstelle man ein Sicherheitskonzept zur Gewährleistung eines störungsfreien Verlaufes, erklärt Polizeisprecher Matthias Glamann. „Straftaten und andere Störungen im Zusammenhang mit der Veranstaltung werden konsequent unterbunden und verfolgt.“ Hinweise darauf bestünden bislang jedoch nicht. „Wir erwarten und freuen uns auf ein friedliches Festival“, sagt Glamann.

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erstellt am 13.Mär.2015 | 17:38 Uhr

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