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Schleswig : Verein hält an seinem Ziel fest: Eine Stadthalle im Lollfuß

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„Wir sind wie vor den Kopf gestoßen und im Moment mit unserem Latein am Ende“, sagen die Gründer des Vereins „Neue Stadthalle“.

von
erstellt am 10.Dez.2015 | 18:20 Uhr

Die neue Entwicklung in der Theaterfrage – sie hat Caroline Schwarz und ihre Mitstreiter kalt erwischt. „Wir sind wie vor den Kopf gestoßen und im Moment mit unserem Latein am Ende“, räumt die zweite Vorsitzende des Vereins „Neue Schleihalle“ ein. Erst Ende Oktober hatte sich der Verein gegründet mit dem Ziel, mittels einer Genossenschaft ein multifunktionales Kulturhaus an der Stelle des abgerissenen Theaters im Lollfuß zu errichten.

Es sei ja toll, dass mit dem Kauf des ehemaligen Mannschaftsheims auf der Freiheit das Varietétheater „Heimat“ gerettet werde, betont Schwarz. Aber dass dort ein vollwertiges Theater entstehen kann, das kann sich die frühere CDU-Ratsfrau und ehemalige Kulturbeauftragte des Landes nicht vorstellen. Besonders enttäuscht ist Schwarz vom Verhalten des Bürgermeisters. Arthur Christiansen sei von Anfang an in die Planungen zum Genossenschaftsmodell eingeweiht gewesen und habe sich begeistert gezeigt. „Er hatte auch angekündigt, in unseren Verein einzutreten.“ Kein Wort habe Christiansen zu den parallel laufenden Verhandlungen zum Kauf der „Heimat“ geäußert. „Er hätte uns wenigstens informieren können.“

Ans Aufgeben denkt der Vereinsvorstand, der eigentlich im April die Genossenschaft gründen wollte, dennoch nicht. Man sei „überwältigt und zutiefst erfreut über die große Resonanz“ auf die Initiative, sagt der Vorsitzende Willy Diercks. Nachdem die SN über das Genossenschaftsmodell berichtet hätten, seien sehr viele Schleswiger, aber auch Menschen aus dem Umland dem Verein beigetreten. Mehrere Theaterfreunde hätten angekündigt, Anteile zu zeichnen, ergänzt Caroline Schwarz. „Die Zusagen reichen von 100 Euro bis 800  000 Euro.“ Und noch immer meldeten sich Interessierte per E-Mail an neue-schleihalle@ web.de im Verein an. Vielleicht, so hofft Schwarz, werde die „Heimat“ für das Landestheater ja doch nur eine Übergangslösung – und man könne in Ruhe die Vision von einer nagelneuen Stadthalle im Lollfuß verwirklichen.

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