Schleswig : Verdi bündelt Kräfte

Ute Dirks an ihrem Schreibtisch im Gewerkschaftshaus im Domziegelhof. Als Geschäftsführerin verantwortet sie nun den neuen Verdi-Bezirk Schleswig-Holstein Nord-West. Der Hauptsitz ist in Schleswig.
Ute Dirks an ihrem Schreibtisch im Gewerkschaftshaus im Domziegelhof. Als Geschäftsführerin verantwortet sie nun den neuen Verdi-Bezirk Schleswig-Holstein Nord-West. Der Hauptsitz ist in Schleswig.

Die Gewerkschaftsbezirke Nordost und Westküste fusionieren. Geschäftsführerin Ute Dirks ist künftig für mehr als 23 000 Mitglieder zuständig.

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03. Juli 2018, 07:00 Uhr

Das Ziel ist mehr Schlagkraft: Mit Wirkung zum 1. Juli ist aus den Verdi-Bezirken Schleswig-Holstein Nordost und Westküste der Bezirk Schleswig-Holstein Nord-West entstanden. „Durch die Fusion wollen wir größer und für die Mitglieder noch besser werden“, sagt Ute Dirks (51), die als Geschäftsführerin an der Spitze der neu gefassten Einheit steht. Bisher war sie im Bereich Nordost der Dienstleistungsgewerkschaft für 14  500 Mitglieder zuständig, nun sind es über 23 000 – damit ist der Bezirk Nord-West der stärkste im Landesbezirk, der die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst.

Bei der Neustrukturierung habe man sich den Umstand zunutze gemacht, dass innerhalb von einem Jahr drei der vier hauptamtlichen Gewerkschaftssekretäre im Bezirk Westküste in den Ruhestand gegangen sind beziehungsweise gehen – unter anderem der bisherige Geschäftsführer Jürgen Reimer. „Wir haben ohnehin schon seit vielen Jahren gut zusammen gearbeitet“, betont Dirks, die den neuen Bezirk von ihrem Büro im Schleswiger Domziegelhof aus leiten wird. Die Geschäftsstellen in Flensburg, Husum und Rendsburg bleiben ebenfalls erhalten. An letzterem Standort gibt es jedoch nur noch donnerstagsnachmittags eine Sprechstunde.

„Mit über 25-jähriger hauptamtlicher Gewerkschaftserfahrung und über zehnjähriger Erfahrung als Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Schleswig-Holstein Nordost freue ich mich auf die vielen gewerkschaftspolitischen Herausforderungen, die auf uns warten und die es gemeinsam zu meistern gilt“, sagt Dirks. „Dabei geht es uns unter anderem um gute Tarifentwicklung in den Betrieben, es geht aber auch darum, mehr Tarifbindung herzustellen und in vielen Betrieben tarifliche und betriebliche Errungenschaften zu sichern.“

Die von den beiden bisherigen Bezirksvorständen beschlossene Fusion kommt pünktlich zu den Verdi-internen Wahlen, bei denen derzeit auf allen Ebenen die ehrenamtlichen Gremien für die nächsten vier Jahre neu bestimmt werden. Auf bezirklicher Ebene sind bereits in vielen Betrieben die gewerkschaftlichen Vertrauensleute gewählt worden. „Sie sind Basis unser gewerkschaftlichen Arbeit in den Betrieben“, so Dirks. Im weiteren Verlauf werden Ortsvereine, Personengruppen und Fachbereichsvorstände gewählt. Im Schleswiger Ortsverein stellt sich der Vorsitzende Reinhard Vieth am morgigen Mittwoch zur Wiederwahl.

Um die Mitgliederentwicklung in ihrer Gewerkschaft macht sich Ute Dirks derweil keine Sorgen. „Bei uns ist der Trend gleichbleibend. In den letzten Jahren haben wir keine Mitgliederverluste zu verzeichnen gehabt.“ Es komme lediglich zu Verschiebungen. So gebe es Bereiche, in denen Arbeitsplätze gestrichen werden. Dafür sei der Organisationsgrad vor allem im Gesundheitswesen außerordentlich hoch, erklärt Dirks.

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