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Gottorfknoten : Unsichere Ampelschaltung am Schloss

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Straßenverkehrsbehörde sieht Gefahren beim Rechtsabbiegen auf den Gottorfer Damm.

von
erstellt am 06.Apr.2016 | 12:08 Uhr

Zu Unfällen ist es noch nicht gekommen – „aber so lange muss man ja nicht waren“, meint Axel Warnke von der städtischen Straßenverkehrsbehörde. Er möchte die Ampelschaltung am Gottorfknoten ändern, denn in der bisherigen Form ist sie nicht verkehrssicher. Das Problem sind die beiden Rechtsabbieger-Spuren, die vom Friedrichsberg auf den Gottorfer Damm führen. Die Ampelphasen sind geteilt: Wenn das grüne Licht speziell für die Rechtsabbieger leuchtet, dann haben die Fußgänger, die vom Europaplatz aus zur Schlossinsel gegen wollen, Rot. Sobald aber der grüne Pfeil aufhört zu leuchten, bekommen alle Autofahrer, die aus dem Friedrichsberg kommen, Grün – und die Fußgänger ebenfalls. Wer nach rechts abbiegt, darf das tun, muss aber warten, wenn Fußgänger die Straße überqueren. Das ist eine bewährte und weit verbreitete Schaltung – an Kreuzungen mit nur einer Rechtsabbieger-Spur. „Bei zwei Rechtsabbieger-Spuren ist das nicht zulässig“, sagt Warnke und verweist darauf, dass das Verkehrsgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, auf den Unsicherheitsfaktor an dieser Stelle aufmerksam macht. Wer mit dem Auto auf der linken der beiden Abbieger-Spuren unterwegs ist, während rechts ein Lastwagen fährt, sieht im Zweifel nicht rechtzeitig, ob ein Fußgänger kommt.

Die Ampelschaltung zu verändern, ist jedoch ein aufwendiges Unterfangen. Das liegt an der grünen Welle, die vom Gottorfknoten bis zur Plessenstraße reicht. Insbesondere die Schaltung für Autofahrer, die von der B 76 auf den Gottorfknoten zufahren, ist hochsensibel. Zu Stoßzeiten, zum Beispiel morgens im Berufsverkehr, stauen sich die Fahrzeuge bis hinauf auf die Bundesstraße. Seitdem die Brücke im Zuge der B  76 wegen der Ermüdungserscheinungen im Beton nur noch zweispurig befahren werden darf, hat sich dieses Problem noch verschärft. Die Verkehrsgutachter schlagen nun vor, in die Zufahrt von der Bundesstraße eine Schleife einzubauen, so dass dort mehr Autos als bisher im Stau stehen können. Noch aufwendiger wäre eine zweite Maßnahme aus dem Verkehrskonzept, für dessen Umsetzung Land und Bund zuständig wären: Die Gutachter haben überlegt, wie es für Autofahrer attraktiver werden könnte, über den Stadtnorden nach Schleswig hineinzufahren, um auf diese Weise den Gottorfknoten zu entlasten. Dazu schlagen sie vor, an der Kreuzung von B  76 und B  201 (beim Autohandel Sander) eine zusätzliche direkte Abfahrt in Richtung Osten zu bauen. Die bisherige Konstruktion, bei der man zunächst über die Brücke fährt und dann in einer scharfen Rechtskurve nach links auf die B  201 abbiegt, sei nicht sehr attraktiv. Zum Vorschlag, diese Kreuzung umzubauen, räumen die Gutachter jedoch ein: „Eine Finanzierung erscheint kurzfristig kaum umsetzbar.“

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