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Bilanz von Feuerwehr und Polizei : Unfälle, Schlägereien, Container-Brände

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Einsatzkräfte mussten an Silvester mehrfach ausrücken. Farbenprächtiges Feuerwerk war über der Stadt zu sehen.

Trotz zahlreicher Einsätze blicken Polizei und Feuerwehr auf eine „relativ ruhige“ Silvesternacht in Schleswig zurück. Das bestätigten gestern sowohl Wehrführer Sönke Schloßmacher als auch ein Sprecher der Polizeidirektion Flensburg auf SN-Anfrage. „Eigentlich rechnen wir in dieser besonderen Nacht verstärkt mit Brandeinsätzen. Aber diesmal standen Verkehrsunfälle im Mittelpunkt“, erklärte Schloßmacher.

Nachdem die Friedrichsberger Wehr am Silvesterabend gegen 20.45 Uhr zunächst zu einem Einsatz nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 7 in Höhe der Ausfahrt Schleswig/Schuby gerufen worden war (siehe Seite 17), mussten die Einsatzkräfte kurz nach dem Jahreswechsel, gegen 0.55 Uhr, erneut ausrücken. „Wir hatten alle Raketen abgefeuert und wollten gerade damit anfangen, ein paar Berliner zu essen. Aber daraus wurde dann nichts mehr“, erzählte Schloßmacher.

Diesmal wurden beide Schleswiger Löschzüge alarmiert. Der Unfall ereignete sich auf der Kreuzung Ilensee/Karl-Imhoff-Straße. Bei einem Zusammenstoß zwischen einem BMW-Geländewagen und einem Alfa Romeo wurden vier Personen zum Teil schwer verletzt. Durch den Aufprall wurde der Alfa nahezu vollständig zerstört und rund 30 Meter weit geschleudert. Die Insassen mussten von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden. „Wir haben einen Mitfahrer aus dem Fond über die Heckklappe befreit und an den Rettungsdienst übergeben“, hatte Einsatzleiter Schloßmacher bereits direkt vor Ort erklärt. Es waren vier Rettungswagen und der Notarzt im Einsatz. Der Fahrer des BMW erlitt nach bisherigen Erkenntnissen nur leichte Verletzungen. Die Unfallursache ist bislang noch unklar.

Die einzigen Löscheinsätze für die Feuerwehr waren weniger spektakulär: zwei Müllcontainer-Brände; am Silvesterabend gegen 20.35 Uhr am Stadtfeld und gestern Mittag gegen 13.15 Uhr in der Kälberstraße.

Auch die Polizei hatte an Neujahr noch bis in die frühen Morgenstunden einiges zu tun. Gegen 7.20 Uhr kam es auf der Friedrichstraße zu einem Streit zwischen drei jungen Männern, der mit einer schweren Körperverletzung endete. Laut Polizeisprecher Markus Langenkämper wurden ein 26-jähriger Schleswiger und sein 23-jähriger Begleiter von einem Mann zunächst bepöbelt. Die Situation eskalierte, als der 27-Jährige eine Pistole zog und mit deren Griff auf seine beiden Widersacher einschlug. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter zunächst in Gewahrsam.

Weitere Fälle von Körperverletzungen, zum Teil schwere Sachbeschädigungen, Trunkenheit im Straßenverkehr, zwei Wohnungseinbrüche und die beiden besagten schweren Verkehrsunfälle standen bis gestern ebenfalls in der Silvester-Einsatzbilanz der Schleswiger Polizei. „Dennoch“, so betonte der Polizeisprecher, „kann man insgesamt von einem relativ ruhigen Jahreswechsel sprechen“.

Umso lauter allerdings präsentierte sich in diesem Jahr das Feuerwerk über dem Stadtgebiet. Der zunächst stärker wehende Wind hatte im Laufe des Abends spürbar nachgelassen, von Regenwolken keine Spur. Bei klarer Sicht konnte man also bis weit nach Mitternacht ein farbenprächtiges Spektakel am Himmel über Schleswig beobachten.

 

 

 



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erstellt am 02.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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