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Schleswiger Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:31 Uhr

Ulsnis : Unbekannte beschädigen Kunstwerk

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde hat eine Belohnung für die Ergreifung der Täter ausgesetzt, die die „Sirenen“ von Anka Landtau ruiniert haben.

Dass in der Nacht zum 1. Mai Maibäume entführt werden, ist inzwischen eine in der Region tolerierte Tatsache. Doch in Ulsnis scheint sich eine neue und sehr unangenehme Tradition zu etablieren. Dort wurde bereits zum zweiten Mal in der Walpurgisnacht das Kunstwerk „Sirenen“ beschädigt. Das will die Gemeinde nicht hinnehmen. Sie hat Anzeige erstattet und eine Belohnung für die Ergreifung der Täter ausgesetzt.

Die „Sirenen“ waren vor Errichtung des „Riesen“ das bekannteste Kunstwerk in Ulsnis. Fünf Meter hoch ragen die drei Figuren aus massivem Stahlblech in der Ortsmitte in den Himmel und haben dort schon manchem Orkan getrotzt. Aufgestellt wurden die von Anka Landtau geschaffenen riesigen aber dennoch grazilen Figuren 1988, nachdem sie vorher in Schleswig und in Schwerin ausgestellt waren.

Bereits 2012 wurde in der Nacht zum 1. Mai die Rechte der drei Figuren umgeknickt. Die Gemeinde behandelte das damals als Dummejungenstreich und ließ die Figur reparieren. Kostenpunkt: 500 Euro.

In diesem Jahr wurde die mittlere Figur umgelegt. Vermutlich nutzten die Täter die Versteifungskonstruktion, die wie eine Leiter aufgebaut ist und schaukelten mit diesem Hebel die Figur zu Boden. Zusätzlich brachen die Kunstschänder das Hinweisschild ab, das sich später zwei Häuser weiter wiederfand. Dafür wird dort eine Sitzbank vermisst.

Kulturausschuss-Vorsitzender Wolfgang Schattke ist wütend: „Der Schaden ist wesentlich höher als die Reparaturkosten“, erklärte er bei einem Ortstermin. So ein Kunstwerk sei einzigartiger als ein Gesellenstück, das jeder wie seinen Augapfel hüte. „Die Zerstörung eines derartigen Meisterwerks bedeutet einen ewigen Verlust für immer“, fuhr er fort. Und das könne nicht toleriert werden. Das sei man auch der Künstlerin schuldig.

„So etwas darf sich nicht wiederholen“, erklärte Bürgermeisterin Heidrun Karaca. Deshalb habe man sofort Anzeige erstattet und wende sich jetzt an die Öffentlichkeit. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat die Gemeinde eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. Ansprechpartner sei sie selbst oder die Polizeistation Süderbrarup unter Telefon 0 46 41 / 91 10.

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