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„Alles ist minutiös geplant“ : Umzug in die neue Klinik am 16. Juli

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Helios-Geschäftsführer: Noch am selben Abend gehen im Martin-Luther-Krankenhaus die Lichter aus.

von
erstellt am 25.Feb.2016 | 12:19 Uhr

Der neue Umzugstermin für das Krankenhaus steht: Es ist der 16. Juli. An dem Sonnabend wird Schleswigs neue Klinik an der St. Jürgener Straße ihren regulären Betrieb aufnehmen. „Wir werden dann zweigleisig fahren“, erklärt Helios-Klinikgeschäftsführer Dr. John Friedrich Näthke gegenüber den SN. So sollen die Patienten sowohl am alten Krankenhaus wie auch im neuen Klinikgebäude versorgt werden. Doch schon am späten Abend dieses aufregenden Tages für Patienten und Klinikpersonal werden die Lichter im alten Martin-Luther-Krankenhaus endgültig ausgehen.

Näthke ist sich sicher, dass diesmal keine weitere technische Panne die Umzugspläne durchkreuzt: „Nach menschlichem Ermessen passiert das nicht noch einmal“, sagt er. Alle Baufehler, die in den vergangenen Wochen durch eine falsch angelegte Elektrik entstanden waren, seien nunmehr behoben. Auch die Verursacher der Panne, bei der Schalter, Steckdosen und IT-Leitungen im gesamten Neubau überwiegend falsch platziert worden waren, seien ausfindig gemacht worden, meinte er auf Nachfrage. Auf Einzelheiten wollte Näthke allerdings nicht eingehen und begründete seine Zurückhaltung damit, dass er mit einem Rechtsstreit in dieser Sache rechne. Man befinde sich derzeit in einem schwebenden Verfahren.

Die Anfang Januar entdeckten Baumängel hatten den damals fest eingeplanten Einzugstermin für das erste April-Wochenende platzen lassen. Das hatte alle Umzugspläne des Helios-Klinikums über den Haufen geworfen.

Doch jetzt richtet sich der Blick auf den 16. Juli. „Wir werden dann maximal 180 Patienten haben, die am Umzug beteiligt sein werden“, erklärt Näthke. Dies seien Schwerkranke und Notfälle. Der erste Patient wird am Umzugstag morgens ab 7 Uhr in einem speziellen Krankentransport-Fahrzeug in die neue Klinik wechseln, und der letzte trifft abends um 19 Uhr ein. Alles sei minutiös geplant, betont er. Damit so wenig Patienten wie möglich den Umzug mitzumachen brauchen, werde man für die Zeit möglichst wenig zusätzliche Klinik-Termine vergeben. Näthke: „Die medizinische Versorgung ist zu jeder Zeit gesichert. Wir bleiben auch während des Umzugs voll funktionstüchtig.“

Der Umzugstermin, der eine Woche vor den großen Sommerferien stattfindet, ist so gelegt, dass nach seiner Aussage keine Urlaubssperre für die Klinik-Mitarbeiter erforderlich ist. Am Umzugstag selbst wird das Personal unterstützt durch Mitarbeiter der Fachklinik. Wenige Tage vor dem offiziellen Umzugstermin werden bereits Mitarbeiter aus Technik, Verwaltung oder Laboren ihr neues Domizil beziehen.

Tatsächlich zeigt sich im Inneren des weitläufigen 400-Betten-Krankenhauses, dass die Bauphase ihrem Ende entgegen geht. Möbel für Patienten und medizinisches Personal befinden sich bereits in den Zimmern oder auf den Fluren. Die fünf OP-Säle sind fast fertig eingerichtet, ebenfalls die beiden Kreißsäle, in denen Farbspiele an der Decke eine entspannende Atmosphäre für die Gebärenden und ihre Angehörigen schaffen sollen.

Damit die medizinischen Großgeräte wie MRT und Computertomograph ihren Platz einnehmen können im neuen Klinikgebäude, wurden große Dachluken in einem Gebäudeteil eingebaut. Durch sie sollen die tonnenschweren Kolosse mit einem Kran hineingehievt werden.

Alle Krankenzimmer im Neubau verfügen über eigene Dusch- und WC-Kabinen. Insgesamt gibt es 25 Einzel-, 96 Doppel- und 57 Dreibett-Zimmer. Die Testphase für die neue Klinik läuft bereits an. Das betrifft die Elektrik ebenso wie die Lüftung, den IT-Bereich oder das Frischwasser.

„Wir freuen uns alle sehr auf das Arbeiten im Neubau“, erklärt Näthke und betont: „Ich werde nicht müde zu sagen, dass wir ein sehr gutes Krankenhaus sind.“ Angesprochen auf die häufig kritisierte Überlastung von Klinikbeschäftigten im Pflegebereich entgegnet er: „Wir werden eine Arbeitsentlastung durch das Wege und Zeit sparende Konzept im Klinikneubau haben. Aber darüber hinaus wollen wir jetzt auch zusätzliche Pflegekräfte einstellen, insbesondere für die Intensivmedizin.“

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