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Kandidat: Schleswigs mensch des Jahres : Uli Ahlemann

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Polizist hat für einen an Leukämie erkrankten Freund gemeinsam mit anderen Kollegen eine riesige Hilfaktion ins Rollen gebracht.

Die Resonanz war überwältigend: 1626 Menschen strömten am 8. Februar in die Hauptstelle der Nospa im Stadtweg, um die Aktion „Volker will leben“ zu unterstützen und sich eintragen zu lassen in die Datenbank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Schon Wochen zuvor war in der ganzen Region kräftig die Werbetrommel gerührt worden, um auf das Schicksal des an Leukämie erkrankten Volker T., ein Polizist und Feuerwehrmann aus Schaalby, aufmerksam zu machen. Verantwortlich für dieses lautstarke Getrommel war eine achtköpfige Gruppe um Uli Ahlemann. Der 50-jährige Polizeikommissar ist seit Jahren „mehr Freund als Kollege“ von Volker T. „Das geht uns allen so. Deswegen haben wir gemeinsam überlegt, wie wir ihm helfen können. Da hatten wir die Idee mit der DKMS – und der Zug kam ins Rollen“, erzählt Ahlemann. Es wurden Helfer organisiert und Sponsoren gesucht, ebenso war eine stetige Abstimmung mit der DKMS nötig. „Das war wie ein Schneeball, den man einen Berg herunter rollt. Es wurde immer größer“, sagt Ahlemann, der sein Engagement ausschließlich als Teamwork verstanden wissen will. „Denn da waren nicht nur wir von der Polizei, sondern auch die Feuerwehr, der TSV Schleswig, Volkers Motorradfreunde und viele andere Helfer mit im Boot“, betont er. Am Ende standen der große Aktionstag und eine Spendensumme von rund 60 000 Euro zugunsten der DKMS. „Es ist schön zu sehen, was man mit viel Einsatz alles erreichen kann“, meint der Polizist. „Wir sind zwar Beamte, aber trotzdem ganz schön flexibel im Kopf.“ Volker T. hat inzwischen einen passenden Knochenmarkspender (nicht aus Schleswig) gefunden und ist deutlich auf dem Weg der Besserung, sagt Ahlemann. „Die andere gute Nachricht ist, dass schon einige der Menschen, die zu unserer Aktion gekommen sind, zu Knochenmarkspendern – also zu Lebensrettern – geworden sind.“

Online abstimmen: www.shz.de/menschdesjahres

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erstellt am 07.Nov.2014 | 15:38 Uhr

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