Neujahrsempfang : Treia ist für die Zukunft gerüstet

Bürgermeister Raoul Pählich (von links), Annegret Marsch, Thomas Christiansen und Alexander Schmidt blickten beim Neujahrsempfang in die Zukunft.
Bürgermeister Raoul Pählich (von links), Annegret Marsch, Thomas Christiansen und Alexander Schmidt blickten beim Neujahrsempfang in die Zukunft.

160 Bürger kamen zum Neujahrsempfang in den Osterkrug. Festredner Alexander Schmidt lobte Engagement der Gemeinde.

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20. Januar 2019, 18:28 Uhr

Der Anfang eines Jahres eignet sich immer dazu, kurz innezuhalten und zurückzuschauen. Und obwohl Raoul Pählich lieber in die Zukunft blickt, als über Vergangenes zu reden, blieb er trotzdem dieser Tradition treu. In seiner ersten Neujahrsansprache als Bürgermeister ließ er ein spannendes, arbeitsreiches Jahr Revue passieren und konzentrierte sich dabei auf einige Schwerpunkte. „Ein Highlight letztes Jahr, war die Auszeichnung zum Vizemeister im Landeswettbewerb ‚Unser Dorf hat Zukunft‘“, erinnert er sich. „Die Jury war beeindruckt davon, was unser Treia, mit aktuell etwa 1550, Einwohnern alles zu bieten hat.“

In Arbeitsgruppen hatten engagierte Bürger Handlungsbedarfe und Vorschläge zur zukunftsweisenden Entwicklung des Ortes erarbeitet. Die schriftliche Bewerbung und die spätere Präsentation vor Ort, überzeugte die Jury. „Wir hatten viele, viele Helfer, die das Projekt unterstützten. Und bei der Präsentation kamen so viele, dass mir schlicht die Stimme wegblieb – und das kommt selten vor. Es war einfach unvergesslich“, ergänzt er.

Neben dem Engagement beim Wettbewerb zeigte auch die hohe Beteiligung am Neujahrsempfang, rund 160 Gäste waren in den Osterkrug gekommen, wie groß das Interesse am Geschehen in Treia ist. Das beeindruckte auch Gastredner Professor Alexander Schmidt aus Ahrenviölfeld, der als Experte für Dorfentwicklung und Stadtplanung über die Zukunftsfähigkeit Treias sprach. Er empfahl, an den Wettbewerb anzuknüpfen. „Die Zukunftsfähigkeit des Dorfes liegt auf der Hand“, betonte er, „in der Stadt träumt man von den Werten und Gegebenheiten, die wir hier haben: Naturnähe und Landschaftsbezug, Kleinräumigkeit und Überschaubarkeit, Nutzungsmischung, Eigenart und Unverwechselbarkeit, Selbstverantwortung und Gemeinschaft.“

Mit den Plänen für die Erweiterung des Kindergarten Storchennest um zwei Gruppen, der Erschließung eines neuen Baugebietes und dem Breitbandausbau scheint diese Empfehlung bereits in die Tat umgesetzt zu werden. Und auch die Grundschule wird durch Investitionen und Modernisierungen weiter gestärkt werden. Das alles ist mit Kosten und Investitionen verbunden, die sich im Haushalt niederschlagen. Annegret Marsch, Vorsitzende des Finanzausschusses, gab den Gästen einen pointierten Überblick über die finanzielle Situation und den 160 Seiten langen Haushalt der Gemeinde.

„Es geht uns nicht schlecht, aber Reichtümer haben wir auch nicht zu verteilen“, lautete ihr Fazit. Thomas Christiansen, Vorsitzender des Wegebauausschusses, informierte über das Wegenetz der Gemeinde und berichtete über geplante, sowie bereits durchgeführte Instandhaltungsmaßnahmen. Andreas Carstensen und Heiner Gloe-Carstensen vom TSV Treia berichteten über die Sparten Volleyball und Prellball. Sie luden zur Jahresversammlung im März und zum Familientag im August ein.

Bürgermeister Peter Johannsen brachte Grüße aus Silberstedt mit und betonte den guten Kontakt zu Treia, „auch, wenn das ein oder andere Thema mal hoch kocht“.

Am Ende bedankte sich Raoul Pählich für das Engagement der zahlreichen amtlichen und ehrenamtlichen Unterstützer der Gemeinde unäußerte die Hoffnung, bei der Auflistung niemanden vergessen zu haben. Alle Anregungen, Kritik und Wünsche, die während des Empfangs keinen Adressaten fanden, konnten auf Kärtchen geschrieben und abgegeben werden.


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