Hollingstedt : Treenedeich droht zu brechen

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Der Dauerregen führt zu einem dramatischen Anstieg des Pegels in der Treene.

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23. Dezember 2014, 18:38 Uhr

Die Hochwasserlage an der Treene hat sich im Laufe des Dienstags bedrohliche Züge angenommen. An mehreren Stellen rund um Hollingstedt näherte sich das Wasser durch die heftigen Regenfälle den Deichkronen bis auf 20 Zentimeter. Zusätzliches Problem: Der starke Wind sorgt dafür, dass der Abfluss des Treenewassers nur gering ist – die Fluten stauen sich bis weit hinter Treia zurück.

Gegen Mittag hatte Amtswehrführer Bernd Waschnick eine Lagebesprechung in Hollingstedt direkt an der Treene anberaumt. Hein Marx vom Eider-Treene-Verband schilderte die Lage: Die Wasserhöhe der Treene besonders im Hollingstedter Bereich sei dramatisch gestiegen, Teile des Deiches in in Ostwittbekfeld, Rott und Treia seien geöffnet worden. Auch der Überlauf am Treeneabschnitt zum Polder Winnert läuft über. „Diese Maßnahmen sollen erste Entlastungen bringen, da mit weiterem Ansteigen des Hochwassers durch die weiterhin heftigen Regenfälle gerechnet wird“, erklärte Marx.

Kreiswehrführer Mark Rücker alarmierte in Absprache mit dem Amtswehrführer die notwendigen Einsatzkräfte der umliegenden Wehren. Das Feuerwehrgerätehaus in Hollingstedt dient als Lagezentrum vor Ort. Die gefährdeten Deiche werden ständig beobachtet. Vorsorglich wurde Sand geliefert. Er wird an einer eigens eingerichteten Staition in Säcke gefüllt, damit immer genügend Material zum Abdichten der der Deiche und anderer gefährdeter Stellen zur Verfügung steht. Auch das Technische Hilfswerk aus Schleswig ist im Einsatz. Die notwendigen Fahrzeuge für den Transport sind ebenfalls bestellt. „Wir sind vorbereitet – nun hoffen wir, dass es nicht zu Deichbrüchen kommt“, sagte Bernd Waschnick.

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