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Schleswiger Stadthafen : Traumhafte Szenerie auf der Schlei

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Lampion-Korso und Hafenfest locken tausende Besucher an. 90 beleuchtete Boote, Musik und ein riesiges Feuerwerk sorgen dabei für gute Stimmung.

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erstellt am 01.Sep.2014 | 11:45 Uhr

„Ich konnte die Fahrt entspannt genießen, aber mein Mann nicht – der musste gucken, wo wir hinfahren“, erzählte Silke Heydorn, die mit ihrer Familie auf der „Pippilotta“ Freitagabend an dem Lampion-Korso auf der Schlei teilnahm. Mit ihrem Holzboot fuhren die Skipper das erste Mal bei der Abendfahrt mit, die von den Segelclubs rund um die innere Schlei organisiert worden war. Und die Premiere hat der Familie gefallen: „Es war eine traumhafte Stimmung!“ Dank der Lichter hätte man die anderen Boote gut gesehen, so dass es trotz 90 schwimmender Teilnehmer zu keiner Kollision kam.

„Das ist gar nicht so durcheinander, wie es aussieht“, meinte auch Norbert Maaß, der Vorsitzende des Schlei-Segel-Clubs. „Kurz nach 21 Uhr hat das Führungsboot die Lichter angemacht, danach haben sich die anderen dahinter eingereiht.“ Das habe sich über die Zeit so eingespielt – denn schon seit zehn Jahren übernimmt der Schlei-Segel-Club die Organisation. „Unsere Festwartin Christa Jochims hat sich um die Abstimmung mit den anderen Clubs sowie der Stadt gekümmert“, erklärte Maaß, der sich mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden zeigte: „Nicht nur, weil Bürgermeister Christiansen auf meinem Boot mitgefahren ist.“ Denn darüber hinaus sorgten die Stadtwerke unter anderem dafür, dass die roten und grünen Tonnen beleuchtet wurden. „Sonst ist es schwierig, nachts zu fahren. Gerade vor dem Stadthafen gibt es zwar eine Fahrrinne, aber Boote mit größerem Tiefgang können dort trotzdem schnell auf Grund laufen“, erklärte der erfahrene Segler.

Dank des guten Wetters konnte der bunte Schiffs-Korso wie geplant zwei Runden durch den Stadthafen drehen. Dabei wurden sie von mehr als 3000 Landratten auf der vollen Promenade und den beleuchteten Bootsstegen mit Jubel und Applaus begrüßt. Die buntesten Boote ernteten dabei Kommentare wie: „Bei dem ist schon Weihnachten.“ Fiel das Empfangskomitee mal zu leise aus, wussten die Segler sich zu helfen und riefen: „Klatschen, klatschen!“ Im Gegenzug bemühten die meisten dann ihr Schiffshorn. Dies bewies sich zwar manches Mal als Rohrkrepierer, das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es sorgte zusätzlich für lachende Gesichter. Einige Skipper griffen zu ganz anderen Instrumenten: Akkordeon und Trompete. Wer kein Instrument dabei hatte, stimmte „What shall we do with the drunken sailor“ an.

An Land sorgten die Shanty-Sänger aus Fahrdorf für passendes maritimes Flair. Zudem wurde unter anderem auch der St. Petri-Dom ins rechte Licht gerückt, was enorm zu der stimmungsvollen Szenerie mit den beleuchteten Booten – und Brettern zweier Stehpaddler – beitrug.

Zum krönenden Abschluss dieses Lichterfestes wurde mitten in der Schlei ein Feuerwerk gezündet. „Das war toll“, waren sich die Besucher Birgit und Lena Jarmer mit Niklas Brauer einig. Auch die Beleuchtung sei super und die Stimmung toll. „Klasse, ganz klasse“, war auch der Kommentar von Ellen Vollersen und Roland Herpel aus Nordfriesland. Und ihren Wunsch teilen bestimmt viele: „Wir hoffen, dass es weiter so gut läuft.“ Da ist sich Norbert Maaß sicher: „Ich habe schon neue Ideen – und der Bürgermeister auch.“

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