Trauer um den Vater der Fernwärme

Kanzler Helmut Schmidt war 1981 bei einem Besuch in Flensburg begeistert von den Stadtwerken. Rechts Direktor Wolfgang Prinz.
Kanzler Helmut Schmidt war 1981 bei einem Besuch in Flensburg begeistert von den Stadtwerken. Rechts Direktor Wolfgang Prinz.

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03. August 2018, 12:24 Uhr

Wenn die Flensburger Grund haben, einem Bürger der Stadt zu danken, ist es Wolfgang Prinz. Er sorgte dafür, dass in den Flensburger Wohnungen keine Öfen mehr räucherten, dass keine Kohle aus dem Keller geholt werden musste, dass nicht Öltanks Kellerräume blockierten. Gegen vielerlei Bedenken setzte er die Fernwärme durch. Seinem Einsatz und seiner Durchsetzungsfähigkeit ist es zu verdanken, dass Flensburg zur anerkannten Hauptstadt der Fernwärme wurde mit fast 100 Prozent angeschlossener Haushalte und hervorragend aufgestellt ist, um die aktuellen ökologischen Anforderungen zu bewältigen.

Prinz wurde am 10. Januar 1932 in Berlin geboren. Am 1. Juli 1967 fing er als Technischer Direktor bei den Stadtwerken Flensburg an. Erste Mission: Rettung des Kraftwerkes. Die notwendigen Investitionen wollten die Aufsichtsbehörden nicht genehmigen, weil die großen Verbundunternehmen die Stadt hätten mitversorgen können. Nur ein Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung, in dem die Abwärme der Stromproduktion erneut für Fernwärme genutzt wird, hätte die Chance auf Genehmigung. Flensburg erreichte sein Ziel, band Glücksburg und Pattburg mit ein.

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