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Zwischen Schlei und Ostsee : Touristiker setzen auf Wanderfreunde

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Ostseefjord-Schlei GmbH und die Aktivregion Schlei-Ostsee wollen im kommenden Jahr mit neuen Angeboten und einer App um Wanderfreunde werben. Hier liege viel Potenzial bracht, hieß es zum Auftakt eines Workshops.

Mit einem Workshop von Wanderexperten aus den Gemeinden, Ämtern und Tourismusorganisationen der Region eröffnete Ostseefjord-Schlei-GmbH-Geschäftsführer Max Triphaus das Projekt „Entwicklung einer Wandererlebniskarte für die Region Schlei-Ostsee“. Das Thema Wandertourismus passe in die zukünftige Ausrichtung unserer Region, erklärte Triphaus zu Beginn. Hier stehe die Entschleunigung im Mittelpunkt. Und Wandern sei dabei eine wichtige Facette. Da der Norden keine typische Wanderregion sei, wolle man dieses Thema bewusst hierher bringen. „Bisher hat keine andere Region im Norden dieses Thema richtig dargestellt“, fuhr Triphaus fort. Dabei habe man hier eine gewachsene Naturlandschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten rund um die Schlei.

Projektleiter Christian Nickelsen von der OSF ging in die Details. „Insgesamt 30 Wanderrouten sollen entwickelt und über zwei Wege an die Touristen herangetragen werden.“ Basis seien 18 bekannte Wanderrouten, die bereits für das Nordic-Walking kartiert seien. Hinzu kämen zwölf neue. Dabei sei die gesamte Bandbreite der Anforderungen abgedeckt, die von einem langen Spaziergang bis zum Langstreckenwandern reichten. Verschiedene Routen könnten miteinander kombiniert werden und auf diese Weise die gesamte Schleiregion erschlossen werden.

„Es werden keine neuen Wanderwege gebaut und auch keine neuen Wegweiser aufgestellt“, ergänzte Andreas Oeding vom begleitenden Beratungsbüro. Die Routen würden nicht nur über kleine Infotafeln, sondern auch über das Kartenmaterial gezeigt, das in zwei Varianten zur Verfügung gestellt werde.

Der erste Schritt sind gedruckte Karten, wie sie bereits für die Radwege existieren. Diese werden bereits im Mai/Juni vorhanden sein. Das zweite Angebot ist eine App, die mit GPS-Navigation über alle Routen führt und dabei auch auf die Sehenswürdigkeiten rechts und links der Wege hinweist. Dieses Produkt soll ab August zur Verfügung stehen.

Die Federführung des Projekts liegt bei der Gemeinde Boren, deren Bürgermeister Thomas Detlefsen inzwischen Aufsichtsratsvorsitzender der OSF ist. „Das Potenzial Wandern muss erschlossen werden“, erklärte er. Die Kosten des Projekts werden auf etwa 61 000 Euro geschätzt. Die Aktivregion Schlei-Ostsee fördert es mit 55 Prozent. Die Kofinanzierung erfolgt entsprechend der Anteile der Gemeinden. „Wir müssen zusätzliche Angebote in der Region generieren“, begründete Hans-Werner Berlau, Vorsitzender der Aktivregion das Engagement seiner Organisation.

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