zur Navigation springen

Schleswig-St.Jürgen : Totschlag: 25-Jähriger vor Gericht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Tat ereignete sich an einem Sonntag im März: Ein 25-jähriger Schleswiger schlug so heftig auf seine ehemalige Lebensgefährtin ein, dass diese wenig später starb. Heute beginnt vor dem Flensburger Landgericht der Prozess wegen Totschlags.

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 07:45 Uhr

Schleswig | Vor dem Flensburger Landgericht beginnt heute der Strafprozess gegen einen 25-jährigen Schleswiger, der beschuldigt wird, seine ehemalige Lebensgefährtin so stark mit einem Gegenstand gegen den Kopf geschlagen zu haben, dass sie wenig später an ihren Verletzungen starb.

Die Tat ereignete sich in der Erdgeschosswohnung eines Plattenbaus am nördlichen Stadtrand am Altfeld. Am 24. März dieses Jahres, einem Sonntag, war es am Vormittag zu einem heftigen Streit zwischen dem Täter und dem Opfer gekommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es dabei um den Umgang mit der gemeinsame Tochter gegangen sein. Das anderthalbjährige Mädchen musste offenbar das Geschehen mit ansehen.

Nachbarn berichteten davon, schon in der Vergangenheit mehrmals gehört zu haben, dass der 25-Jährige seine gleichaltrige Lebensgefährtin schlug. An jenem Sonntag wurde es dann so dramatisch, dass einer der Nachbarn Polizei und Rettungskräfte rief. Sie kamen zu spät. Die Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht.

Der Mann hatte 1,3 Promille Atemalkohol und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er sitzt seither Untersuchungshaft. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft ist er geständig. Das Paar hatte rund zwei Jahre lang in der Wohnung am Altfeld gelebt. Beide stammen aus dem Raum Schleswig.

Vor der Ersten Großen Strafkammer in Flensburg sind für diese Woche vier Verhandlungstage angesetzt. Ein eventuell erforderlicher fünfter Termin ist für den 21. Oktober angesetzt. Sollte der 25-Jährige wegen Totschlags verurteilt werden, erwartet ihn eine Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen