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Busdorfer Seifenkistenrennen : Tollkühne Piloten in bunten Boliden

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

3000 Zuschauer verfolgten das Busdorfer Seifenkistenrennen. Mit 90 Teilnehmern waren so viele Teilnehmer am Start wie noch nie. Zum Abschluss gab es eine Afer-Race-Party.

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erstellt am 22.Sep.2014 | 14:00 Uhr

Beste Stimmung und Renn-Feeling pur in Busdorf. Bis auf das Dröhnen der Motoren und leicht bekleidete Boxenluder war am Sonnabend beim großen Seifenkistenrennen alles dabei: Tollkühne Piloten, die ihre Helme teilweise lässig unterm Arm trugen, Chefmechaniker und Betreuer-Crews im Fahrerlager, Schikanen, Streckenposten, mehr als 800 Autoreifen in den Kurven und mit Horst „the Voice“ Frank ein redefreudiger Kommentator, der die rund 3000 begeisterten Zuschauer bestens über das Geschehen an der Strecke informierte.

Und es gab viel zu erzählen, denn insgesamt 90 Rennteilnehmer, darunter 35 junge Bobby-Car-Fahrer gingen an den Start. „Das Rennen ist außergewöhnlich stark besetzt. So etwas haben wir in den vergangenen Jahren noch nie gehabt. Es ist das größte Seifenkistenrennen aller Zeiten“, freute sich Busdorfs Bürgermeister und Schirmherr Ralf Feddersen. Das Team in der Anmeldung um Martin Schroer mit Thomas Kummer, Detlef Griesbach, Malena Kühne sowie Franziska und Simon Schroer behielt den Überblick – und die Nerven, denn 33 Piloten wollten kurzentschlossen dabei sein. Das Team meisterte die Logistik mit Bravour.

Rund herum gab es viel zu sehen. Die Vorgärten der Anwohner waren gern genutzte Tribünenplätze, die Zuschauer machten es sich gemütlich – zudem lud das spätsommerlich warme Wetter zum gemeinschaftlichen Verweilen ein. Viel Applaus ernteten die technisch ausgefeilten Rennboliden der Marke Eigenbau, die mit viel Getöse und teilweise mit Einsatz von Nebelmaschinen den Hang hinab fuhren. Mit viel Liebe zum Detail und Kreativität waren die Rennkisten zuvor in Handarbeit gebaut, bemalt und mit allerlei Feinheiten versehen worden.

Die Palette reichte vom bunt bemalten Kirchenmobil, das Haddebys Pastor Kai Hansen mit viel Glockengeläut und mit Werfen von „Kamelle“ fuhr, über die formschöne und grinsende Rennschnecke von Hans-Günther Koch aus Rostock bis zu Julian Sass und Wolfgang Haut als Blues-Brothers im coolen schwarzen Doppelsitzer. Den Preis für die schönste Seifenkiste erhielt Bernt „Bienenfürst“ Marquardt im Imker-Outfit, der seine Rennbiene „Honig-Express“ samt Ehefrau im Partner-Look mit Stolz präsentierte. Zuvor startete der Werkstattleiter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 im Flieger-Dress auf dem Rücksitz von Stefan Kühl, dem stellvertretenden Kommandeur der fliegenden Gruppe – im Rennmobil der „Immelmänner“.

Die Strecke hatte es in sich. Mit rasanter Fahrt und dem Schwung hinaus aus der berüchtigten „Thorsten Dahl-Kurve“ – dort, wo sich der ehemalige Schleswiger Bürgermeister einst den Arm gebrochen hatte – landete das Titelverteidiger-Team dann abrupt im Reifenbett. Enttäuschung beim Piloten, der erstmalig am Rennen teilnahm. „Es ist nichts gebrochen, außer der Stolz. Dabei sein ist alles“, kommentierte Beifahrer Marquardt mit einem Lächeln. Mut und Fahrkönnen bewies ebenso Guido Wendt, der kaufmännische Geschäftsführer der Landesmuseen Schloss Gottorf. Als Pilot seines Teams „Schlossgeister“ erhielt er viel Applaus des Publikums.

Mit der After-Race-Party, zu der es Live-Musik von den „Fiesen Friesen“ und „Atomic Playboys“ gab, wurde das fünfte Seifenkistenrennen mit einem imposanten Feuerwerk gekrönt. Am Ende gab es für jeden Teilnehmer Medaillen und Urkunden.

 

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