Tollkühne Mofafahrer rasten über Selker Wiesen-Piste

Gelungene Premiere: Erstes Mofa-Rennen in Wedelspang kam bei Teilnehmern und Publikum gut an

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18. Juli 2011, 09:58 Uhr

Selk | Der Geruch von Zwei-Takt-Benzingemisch der laut knatternden Zweiräder, die auf dem abgesicherten Rennareal in Wedelspang ihre Runden drehten, lag in der Luft. Mehrere hundert Besucher wollten sich das zweistündige Zeitrennen der tollkühnen Mopedfahrer auf der Koppel von Landwirt Bernd Peters in Wedelspang nicht entgehen lassen. Die anspruchsvolle, etwa 700 Meter lange Strecke bot mit kurvenreichen Abschnitten und einer erheblichen Steigung sowie zahlreichen Serpentinen und Schikanen eine große Herausforderung für die Fahrer der zweirädrigen, teilweise antiken Maschinen.

Helge Drawert aus Schuby startete als einziger Fahrer mit seinem 25 Jahre alten Herkules-Mofa inmitten der leistungsstärkeren Moped-Teams. Der Postbote mit leidenschaftlichem "Schrauber-Hobby" hielt sich wacker, musste am Berg mit den Pedalen tretend technisch unterstützen, wurde von den Rennposten in eingelegten Pausen mit Trinkwasser versorgt und erntete nach 40 Runden den Applaus der Zuschauer sowie einen Sonderpreis des Rennleitungs-Teams. "Dabei sein ist alles. Mir war von Anfang an klar, dass ich mit einer gewissen Grundkondition und Ausdauer aufholen musste. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe", sagte Drawert nach dem Rennen sichtlich erschöpft.

Das Team von Matthias Bergmann und dem 18-jährigen Finn Pagel aus Fleckeby gewann schließlich das Rennen nach 81 gedrehten Runden auf der mit 6,25 Pferdestärken ausgestatteten Herkules-Mokick. "Das war eine anspruchsvolle Strecke mit engen und rutschigen Kurven oberhalb des Berges. Uns hat hier das Rennfieber gepackt, wir wollen im nächsten Jahr unseren Titel verteidigen", so das Gewinner-Team. Auf Platz zwei fuhren das Team um Christian und Joachim Will aus Grumby bei Schaalby auf ihrer Yamaha DT 50 mit 74 gefahrenen Runden. 71 Runden schaffte das "Papa-Racing"-Team von Ole Henningsen. Das aus Neumünster angereiste "Hopf-Team" mit Markus Kähler, Olli Hamann und Norman Wiegosch startete als einziges mit einer "Simson S 51", einem 3,7 PS starken Modell aus der ehemaligen DDR. Sie erreichten, wie die Lokalmatadoren Jörg Hansen und Ulf Thomsen der Teams "Altmühl" und "Hahnenkrug", mit 68 Runden das Ziel.

Für die Betreuung der Rennstrecke sorgten die Busdorfer Motorradclub-Mitglieder der "Odins Vasallen". Sie übernahmen die Aufgabe der Streckenposten. "Das Rennen hat Fahrern und Zuschauern viel Spaß gemacht und war ein voller Erfolg. Wir bedanken uns besonders bei Bernd Peters, der uns seine Weide zur Verfügung gestellt hat", sagte das Rennleitungs-Team Thorsten Ehlert und Eckhard Grewe. Im nächsten Jahr wollen sie gerne das zweite Mofa-Rennen austragen.

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